Bains des Pâquis - meine Reisetipps

Bains des Pâquis am Genfer See: Das legendäre Seebad mitten in Genf – Reiseführer für Senioren

Ein Stadtbad wie kein anderes: Die Bains des Pâquis am Genfer See

Die Bains des Pâquis am Genfer See sind ein öffentliches Seebad auf einer Hafenmole in Genf – keine gewöhnliche Badeanstalt, sondern eine städtische Institution mit echtem Kultcharakter. Auf der Hafenmole, die weit in den Genfer See hinausragt, steht das Naturfreibad Bains des Pâquis. Die auf Pfählen erbaute Anlage des Architekten Henry Roche wurde in den Jahren 1931–32 symmetrisch erbaut, mit je zwei baugleichen Hälften für Frauen (noch heute ein Frauenbad) und Männer (dieser Sektor ist heute gemischt). Die Bains des Pâquis sind eine öffentliche Badeanstalt und ein Baudenkmal am Ufer des Genfersees.

Das Bains des Pâquis, das sich über eine Halbinsel gegenüber dem Springbrunnen erstreckt, ist keine gewöhnliche Badi, sondern eine Institution. Der „Stadtstrand“ liegt nur wenige Meter vom berühmten Jet d’Eau entfernt – und bietet damit gleichzeitig einen der beeindruckendsten Ausblicke, die Genf zu bieten hat. Für Senioren, die städtisches Flair, Wasser und echte Erholung suchen, ohne weit fahren zu müssen, ist dieses Seebad ein echter Glücksfall.

Schnellantwort: Was sind die Bains des Pâquis?

Die Bains des Pâquis sind ein historisches, ganzjährig geöffnetes Seebad auf einer Hafenmole in Genf (Schweiz). Es gibt Schwimmbecken im See mit einem Sprungbrett, Kiesstrände, Liegestege, eine günstig bepreiste Bar, Sauna und Hamam. Der Eintritt zum Strand kostet nur wenige Franken – für eine internationale Metropole wie Genf eine außergewöhnliche Preisleistung.

Faktenbox: Das Wichtigste auf einen Blick

  • Land: Schweiz (Kanton Genf)
  • Währung: Schweizer Franken (CHF)
  • Sprache: Französisch (Stadtsprache), Englisch weitverbreitet
  • Adresse: Quai du Mont-Blanc 30, 1201 Genf
  • Eintritt Strand (Sommer): ca. 2 CHF pro Person (geprüft am: 08.07.2026)
  • Taxe de séjour (Genf): ca. 3,75 CHF pro Person/Nacht in Hotels (geprüft am: 08.07.2026)
  • Beste Reisezeit für das Seebad: Mai bis September (Strand); Oktober bis März (Sauna, Hamam, Fondue)
  • Öffnung: Ganzjährig – der Ort ist sommer- wie wintergeöffnet.

Lesezeit: ca. 7 Minuten

Was erwartet dich am Bains des Pâquis?

Ein großer Teil des Badebetriebs spielt sich außerhalb der eigentlichen Badeanlage ab, nämlich auf den Stegen und den Kiesstränden. Entlang der Hafenmole bestehen mehrere Abschnitte mit schönen Kieselstränden und Liegerosten aus Holz. Weiter hinten gegen den Leuchtturm hin räkeln sich die Sonnenbadenden auf großen Felsen. Den ersehnten Sandstrand wirst du hier nicht finden – das ist der ehrliche Hinweis, den viele Reiseführer weglassen. Wer mit weichem Sand unter den Füßen rechnet, wird überrascht sein. Aber die Liegestege aus Holz mit dem Panorama auf die schneebedeckten Savoyer Alpen machen das leicht vergessen.

Auch Massagen, Shiatsu-Behandlungen und Tai-Chi-Lektionen stehen im Angebot, und falls der Sommer nicht heiß genug ist, kommt man in der Sauna und im Dampfbad ins Schwitzen. Außerdem ist das Bains des Pâquis ein Ort diverser kultureller Veranstaltungen – die „Apéros poétiques“ sind eine davon.

Was ist wann geöffnet?

  • Sommer (ca. Mai–September): Kiesstrand, Liegestege, Schwimmen im See, Beach-Volleyball, Sprungturm (10 m), Frauenbad, Bar, Restaurant
  • Winter (ca. Oktober–April): Sauna, Hamam, türkische Bäder, Massagen, Restaurant mit Fondue
  • Ganzjährig: Bar und Restaurant von 7:00 bis 23:00 Uhr; Frühstück im Sommer ab 7:00 Uhr, im Winter ab 8:00 Uhr.

Im Winter abends kommt hier eine ganz besondere Stimmung auf: Im Winter kannst du entspannen und einen herrlichen Blick genießen. Fondue-Liebhaber treffen sich hier und bewundern die funkelnden Lichter von Genf bei Nacht.

Eintritt & Preise: Was kostet das Seebad?

Der Strandeintritt ist für eine Schweizer Großstadt geradezu symbolisch günstig: Der Eintritt beträgt nur 2 Schweizer Franken, und einmal drinnen kann man sich im Genfer See abkühlen. Für Kombinationspakete mit Sauna, Hamam und Schwimmbad gelten separate Preise. Für das türkische Bad/Sauna/Hamam-Paket inklusive Schwimmen werden ca. 22 CHF berechnet, dazu kommen ca. 5 CHF für den Handtuchverleih – diese Angaben stammen aus Gäste-Erfahrungsberichten und können sich jederzeit ändern, bitte vor Ort oder auf der offiziellen Website bains-des-paquis.ch nachfragen (geprüft am: 08.07.2026).

Leistung Preis (geprüft am: 08.07.2026)
Strandeintritt (Sommer) ca. 2 CHF pro Person
Sauna/Hamam/Schwimm-Paket ca. 22 CHF (+ ca. 5 CHF Handtuchverleih)
Fondue (Restaurant, für eine Person) ca. 27 CHF inkl. Brot
Glas Wein (Restaurant) ca. 4 CHF

Hinweis: Alle Preise sind Richtwerte aus Gäste-Erfahrungsberichten. Preise können sich ändern – bitte direkt vor Ort oder auf der offiziellen Webseite prüfen.

Zahlung per Kreditkarte ist möglich. Für ein Schließfach wird ein Ausweis als Pfand benötigt.

Wie komme ich hin? Anreise & Routenplaner

Mit dem Auto

Genf ist aus Deutschland sehr gut erreichbar. Von München sind es rund 4,5 Stunden (ca. 430 km), von Frankfurt rund 5 Stunden (ca. 480 km) – jeweils über die Autobahn. Die letzte Teilstrecke führt durch die Schweiz, für die eine Vignette erforderlich ist (mehr dazu im Abschnitt Verkehrssicherheit & Maut). Direkt am Bains des Pâquis parken ist praktisch nicht möglich. Da Parkplätze in der Stadt schwer zu finden sind, wird dringend empfohlen, zu Fuß, mit dem Fahrrad, Motorrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Wer mit dem Auto kommt, stellt am besten am Stadtrand ab und fährt mit dem Bus weiter.

→ Route zu den Bains des Pâquis auf Google Maps planen

Mit dem Flugzeug

Der internationale Flughafen Genf (GVA) liegt nur rund 6 km vom Seebad entfernt. Mit dem Bus oder der S-Bahn bist du in ca. 20 Minuten im Stadtzentrum. Direktflüge aus deutschen Großstädten (Frankfurt, München, Hamburg, Berlin) sind in aller Regel in ca. 90–120 Flugminuten zu haben.

Mit dem Wohnmobil

Genf ist mit dem Wohnmobil gut anfahrbar. Die Stadtautobahn führt nahe ans Seeufer. Allerdings: Im Kanton Genf sollte man auf keinen Fall einfach irgendwo stehen und parkend übernachten. Das gilt ausdrücklich auch für Wohnmobile. Der empfohlene Weg ist: Campingplatz außerhalb, dann mit Bus oder Fähre ins Zentrum.

Du kannst den See auch in wenigen Minuten mit den „Mouettes Genevoises“ überqueren. Mit einem Durchfahrticket kommst du vom Jet d’Eau zu den Bains des Pâquis und von dort zur Genève Plage. Die Haltestellen der Fährboote sind: Molard, Eaux-Vives, Pâquis, Perle du Lac und Genève Plage.

Zu Fuß & mit dem Bus

Das Seebad Pâquis ist vom Genfer Zentrum her zu Fuß über die Seepromenade erreichbar. Die Buslinien 1 und 25 bedienen die Haltestelle „Place de la Navigation“ direkt bei den Bains des Pâquis. Am Eingang zur Mole befindet sich ein großer Fahrradabstellplatz.

Verkehrssicherheit & Maut in der Schweiz

Wer mit dem Auto oder Wohnmobil in die Schweiz fährt, sollte diese Punkte kennen:

  • Vignette (bis 3,5 t): Die Vignette kostet 44,50 EUR oder 40 CHF (Preise 2026). Eine Tages- oder Monatsvignette gibt es nicht – die Jahresvignette ist immer vom 1. Dezember des Vorjahres bis zum 31. Januar des Folgejahres gültig. Sie gilt für alle Autobahnen und Schnellstraßen.
  • Wohnmobile über 3,5 t: Wohnmobile über 3,5 t zGm müssen auf allen Straßen eine Schwerverkehrsabgabe (PSVA) entrichten. Eine Vignette ist dann nicht erforderlich. Für Wohnmobile über 3,5 t beträgt die PSVA: für 1 bis 30 aufeinanderfolgende Tage pro Tag 3,25 CHF, mindestens aber 25 CHF und höchstens 58,50 CHF. Wichtig: Die PSVA muss auch für Standzeiten, z. B. auf einem Campingplatz, entrichtet werden.
  • Umweltzone Genf (Stick’Air): Bei erhöhter Luftverschmutzung tritt in Genf eine Umweltzone in Kraft. Alle Fahrzeuge, auch deutsche, benötigen dann bestimmte schweizerische Umweltplaketten „Stick’Air“. Die Stick’Air-Umweltplakette ist bei Autowerkstätten und Tankstellen um ca. 5 CHF erhältlich. Diese Zone gilt nur bei Alarm, ist aber ein echter Fallstrick für Wohnmobilisten mit älteren Dieselfahrzeugen.
  • Tempolimit: In der Schweiz gilt für PKW auf der Autobahn 120 km/h, auf Landstraßen 80 km/h, in Ortschaften 50 km/h. Für Wohnmobile über 3,5 t gelten in vielen Kantonen niedrigere Grenzen – bitte vor der Reise beim ADAC oder TOURING CLUB SCHWEIZ (TCS) nachfragen.
  • Dashcam: In der Schweiz sind Dashcams erlaubt, allerdings mit Einschränkungen: Filmaufnahmen öffentlicher Räume dürfen nicht gespeichert oder veröffentlicht werden, wenn erkennbare Personen zu sehen sind. Die Rechtslage ist im Detail komplex – im Zweifelsfall auf das Speichern verzichten.
  • Pflichtausstattung: Warnweste und Warndreieck sind in der Schweiz zwar nicht gesetzlich für alle Fahrzeuge vorgeschrieben, aber dringend empfohlen. Für Fahrzeuge, die aus Deutschland einreisen, gelten auf der deutschen Seite weiterhin die deutschen Vorschriften (mindestens eine Warnweste, ein Warndreieck).
  • Kraftstoff: Benzin und Diesel sind in der Schweiz in der Regel teurer als in Deutschland. An der deutsch-schweizerischen Grenze empfiehlt es sich, den Tank noch auf deutscher Seite zu füllen.

Übernachten: Hotels & Campingplätze am Genfer See

Hotels in Genf

Genf ist eine der teuersten Städte Europas. Hotelnächte liegen in einfachen bis mittleren Hotels grob bei ca. 100–200 CHF pro Nacht in der Nebensaison, in der Hauptsaison (Mai–September) eher bei ca. 150–300 CHF oder mehr pro Nacht für ein Doppelzimmer – die Quellenlage zu konkreten Preisangaben ist schwankend, bitte immer aktuell vergleichen (geprüft am: 08.07.2026). Günstigere Optionen sind häufig in den Randgemeinden zu finden.

Campingplätze & Wohnmobilstellplätze

Das Wohnmobil direkt am Bains des Pâquis oder im Genfer Stadtzentrum zu parken und zu übernachten, ist nicht möglich. Rund um Genf gibt es mehrere Campingplätze mit direktem Zugang zum See oder spektakulärem Blick auf das Wasser. Hier sind die zwei bekanntesten Optionen in der Nähe:

TCS Camping Genève-Vésenaz

Auf dem TCS Camping Genève-Vésenaz kann man sich am Ufer des Genfersees am campingeigenen Badestrand erholen – mit direktem Blick auf die kleinste Metropole der Welt. Stellplätze sind ca. 50–90 m² groß, auf flachem Gelände (Rasen), mit Stromanschluss (16A, CEE-Stecker). Alle Gäste, die die Aufenthaltstaxe entrichten, können die öffentlichen Verkehrsmittel von Genf gratis nutzen – das ist für Senioren ohne Auto im Campingalltag ein echter Vorteil. Preise: bitte direkt beim TCS erfragen (Camping Genève-Vésenaz, Route de Lausanne, Vésenaz; geprüft am: 08.07.2026).

Camping La Colombière, Neydens (Frankreich, ca. 5 km von Genf)

Bei Camping La Colombière kann man einen Stellplatz für mehrere Tage oder eine Nacht als Kurzaufenthalt buchen – ideal gelegen unweit von Genf, am Fuß des Salève. Da dieser Platz auf französischem Staatsgebiet liegt, gelten dort Euro als Währung und die französische taxe de séjour (Kurtaxe). Ein Vorteil: Frankreich ist in vielen Regionen etwas günstiger als die Schweiz.

Hinweis für Wohnmobilreisende: Auf Schweizer Campingplätzen sind die Standard-Stromanschlüsse meist CEE-Stecker (Typ 2, blau, 16A) – Stromanschluss mit 16A, CEE-Stecker ist Standard auf Schweizer Campingplätzen. Das passt in aller Regel zu deutschen Wohnmobilen. Für Gasflaschen gilt: Schweizer Standardflaschen sind nicht immer mit deutschen Adaptern kompatibel – empfehlenswert ist ein Vorrat aus Deutschland oder ein Adapter-Set.

Was ist die taxe de séjour in Genf?

In der Schweiz heißt die Übernachtungsabgabe je nach Kanton unterschiedlich. In Genf lautet der offizielle Begriff „taxe de séjour“ (wörtlich: Aufenthaltssteuer). Ausnahmen im Schweizer Kurtaxen-Flickenteppich bilden die Kantone Genf, Neuenburg und Tessin: Hier sind die Gästeabgaben in allen Gemeinden gleich. In Genf beträgt die „taxe de séjour“ in einem Hotel 3,75 Franken pro Kopf und Übernachtung (geprüft am: 08.07.2026). In Genf erhalten Gäste die „Geneva Transport Card“ kostenlos dazu – damit fährt man im öffentlichen Nahverkehr Genfs gratis, was gerade für Senioren ohne Auto sehr praktisch ist.

Die Abgabe wird beim Hotel oder der Unterkunft beim Check-in oder Check-out eingezogen. Sie ist in der Regel nicht im Buchungspreis enthalten – rechne sie bei deiner Kalkulation ein.

Was ist die beste Reisezeit für die Bains des Pâquis?

Die beste Zeit für den Strandbesuch sind die Monate Mai bis September – dann sind die Temperaturen am Genfer See angenehm warm, das Wasser erreicht badbare Temperaturen, und die Atmosphäre auf den Kiesstegen und Liegebereichen ist unvergleichlich.

Aber: Auch die kalten Monate haben ihren Reiz. Mitten in Genf auf dem Genfer See erwartet man nicht ein so toll geführtes Bad mit schöner Saunalandschaft. Nach dem Saunieren lädt der See zur Abkühlung ein. In den Wintermonaten kann man anschließend noch bei einem leckeren Käsefondue den Abend ausklingen lassen.

Ein konkreter Tipp: Im Sommer gibt es die Initiative musikalischer Konzerte bei Tagesanbruch, von 6:00 bis 7:00 Uhr – wer früh auf den Beinen ist, erlebt einen Morgen am See, den man so schnell nicht vergisst.

Wiederkehrende Veranstaltungen (Vorbehalt: Termine können sich verschieben)

  • Apéros poétiques (2026): Kulturelle Abendveranstaltungen direkt am Seebad – Programm und genaue Termine auf der Website der Bains des Pâquis erfragen.
  • Montreux Jazz Festival (2026): Das weltberühmte Festival findet jährlich im Juli in der Nähe statt – etwa 80 km vom Seebad entfernt, ein schöner Tagesausflug für Musikliebhaber.
  • Genfer Fêtes de Genève (2026): Jährliches Sommer-Stadtfest mit Feuerwerk über dem See – genaue Termine vorab prüfen, da sich diese von Jahr zu Jahr verschieben können.

Einkaufen & Versorgung in der Nähe

Das Stadtviertel Les Pâquis, in dem das Seebad liegt, ist eines der lebendigsten von Genf. Es gibt Supermärkte (u. a. Migros, Coop), Apotheken und viele kleine Läden und Bäckereien in Gehweite – meistens in den Straßen hinter dem Quai du Mont-Blanc. Am Wochenende und an Feiertagen können Öffnungszeiten eingeschränkt sein: In der Schweiz haben viele Lebensmittelgeschäfte sonntags geschlossen, größere Bahnhofsmärkte oder spezielle Sonntagsläden sind eine Ausnahme. Rechtzeitig vor dem Sonntag einkaufen ist hier kein schlechter Rat.

Der Marché de Rive im nahegelegenen Altstadtviertel Rive findet üblicherweise unter der Woche statt und bietet frische Produkte, Käse und Schweizer Spezialitäten. Für Wohnmobilreisende, die auf dem Campingplatz Vésenaz stehen, ist der Weg ins Seebad-Viertel per Bus oder Fähre bequem zu schaffen.

Zum Essen direkt vor Ort: Das Restaurant des Seebads ist beliebt – plant ruhig etwas Wartezeit ein, aber das Käsefondue ist großartig und das Personal freundlich. Die Preise sind für Genfer Verhältnisse moderat. Wer abends kommt und Fondue im Sinn hat: Im Winter empfiehlt es sich, vorab zu reservieren, da es schnell voll wird.

Wer andere Seebäder und Strandorte in Europa kennt, weiß, dass es eigentlich immer die kleinen Besonderheiten sind, die einen Ort unvergesslich machen. In Tejeda auf Gran Canaria habe ich einmal in einer kleinen Bäckerei den lokalen Mandelkuchen probiert und kann verstehen, warum viele Besucher extra dafür anhalten – so eine Art Moment, bei dem man etwas entdeckt, das nirgendwo im Reiseführer steht. Am Bains des Pâquis ist es ähnlich: Das Tagesgericht in der Buvette wechselt, ist immer frisch und unerwartet gut – einfach fragen, was es heute gibt.

Ist das Seebad gut für Senioren geeignet?

Das ist eine Frage, die sich lohnt, ehrlich zu beantworten. Das Seebad liegt zentral und ist gut zu Fuß oder mit häufig fahrenden Buslinien oder per Wassertaxi erreichbar. Die Seepromenade vom Stadtzentrum aus ist flach und breit – für Senioren mit normaler Gehfähigkeit gut zu bewältigen.

Was für Senioren besonders gut passt:

  • Flacher Zugang zur Mole, breiter Steg bis zum Eingang
  • Ganzjährig nutzbar – auch im Winter attraktiv
  • Gastronomie direkt vor Ort, keine langen Wege zum Essen
  • Günstige Nahverkehrsanbindung (Bus, Fähre)
  • Ruhiger Bereich: Wer es ruhiger mag, weicht auf die hinteren Liegeroste und Kiesbereiche weiter draußen auf der Mole aus – dort ist es im Vergleich zur Eingangszone deutlich beschaulicher

Was weniger ideal ist:

  • Der Untergrund der Strandabschnitte ist Kies und Fels – nicht ideal bei empfindlichen Füßen oder mit Gehhilfe
  • Die Sauna war in Stoßzeiten rappelvoll, mit Wartezeiten von mindestens 30 Minuten – wer Hektik scheut, sollte außerhalb der Hauptzeiten kommen (z. B. früh morgens oder an Wochentagen)
  • Parkplätze direkt am Seebad gibt es de facto nicht – wer nicht zu Fuß gehen kann, ist auf Taxi oder ÖPNV angewiesen
  • Im Hochsommer ist das Seebad sehr belebt und laut – wer Ruhe sucht, kommt in der Neben- oder Vorhauptsaison besser auf seine Kosten

Gesundheit & Notfall in Genf

Für medizinische Notfälle ist Genf gut versorgt. Das Hôpitaux Universitaires de Genève (HUG) in der Rue Gabrielle-Perret-Gentil (Genf-Zentrum) ist das Universitätsklinikum der Stadt. Kontaktdaten und genaue Sprechzeiten findest du am besten über das offizielle Portal der Stadt Genf (ge.ch) oder über die Auskunft deiner Unterkunft.

Der Apotheken-Notdienst wird in Genf durch einen Aushang an jeder Apotheke angezeigt – dort steht, welche Apotheke gerade Nachtdienst hat. Im Notfall gilt europaweit die 112. Da du dich in der Schweiz befindest, beachte: Die Schweiz ist kein EU-Mitglied, dennoch gilt 112 als Notruf. Die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) wird in der Schweiz nicht akzeptiert – eine private Auslandskrankenversicherung ist daher dringend empfohlen.

So planst du deinen Besuch – 3 konkrete Schritte

  1. Unterkunft und Vignette im Voraus klären: Buche den Campingplatz (z. B. TCS Vésenaz) oder das Hotel rechtzeitig – Genf ist eine begehrte Metropole. Kaufe die Schweizer Vignette (40 CHF / ca. 44,50 EUR, Preise 2026) schon in Deutschland bei ADAC oder online über via.admin.ch, bevor du die Grenze überquerst.
  2. Anreise clever planen: Mit dem Wohnmobil auf dem Campingplatz außerhalb parken und dann per Bus (Linie 1 oder 25) oder Fähre (Mouettes Genevoises) zum Seebad fahren – das spart Parkplatzfrust und Nerven. Wer mit dem Auto kommt: Am Stadtrand parken, öffentliche Verkehrsmittel nutzen.
  3. Sommer oder Winter? Im Sommer liegt du auf dem Kiessteg und schaust auf den Jet d’Eau – unvergesslich. Im Winter gehst du in die Sauna, wärmst dich am Fondue auf und genießt Genf bei Nacht. Beides hat seinen Reiz – plane gerne für beides eine Rückkehr ein.

Mehr über den Genfer See, seine Weinberge und die schönsten Ausflugsziele der Region erfährst du in unserem großen Genfer See Reiseführer für Senioren.


Häufige Fragen zum Bains des Pâquis am Genfer See

Was sind die Bains des Pâquis am Genfer See?

Die Bains des Pâquis sind eine öffentliche Badeanstalt und ein Baudenkmal am Ufer des Genfersees, benannt nach dem Stadtteil Les Pâquis in Genf. Als kultureller Schmelztiegel bietet das Bains des Pâquis eine Vielzahl von Aktivitäten – ein Besuch gilt als Pflichtprogramm in Genf.

Was kostet der Eintritt in die Bains des Pâquis?

Der einfache Strandeintritt beträgt ca. 2 CHF pro Person (geprüft am: 08.07.2026). Für Sauna, Hamam und Schwimmbad-Pakete werden höhere Preise berechnet. Aktuelle Preise immer direkt beim Seebad erfragen, da sich Kombinationspreise ändern können.

Wie komme ich mit dem Wohnmobil zu den Bains des Pâquis?

Direktes Parken am Seebad ist nicht möglich. Der TCS Camping Genève-Vésenaz am Ostufer ist der nächstgelegene offiziell empfohlene Campingplatz. Vom Camping aus fährt man bequem per Bus oder Fähre ins Zentrum. Im Kanton Genf gilt: kein wildes Übernachten mit dem Wohnmobil.

Gibt es am Bains des Pâquis einen Sandstrand?

Nein. Entlang der Hafenmole bestehen mehrere Abschnitte mit schönen Kieselstränden und Liegerosten aus Holz. Wer Sandstrand sucht, sollte die Plage d’Excenevex am französischen Südufer des Sees ansteuern.

Ist das Seebad auch im Winter geöffnet?

Ja. Das Seebad ist im Sommer sehr gut besucht und bietet im Winter ganzjährig Aktivitäten wie eine Sauna, Massagen und ein Hammam an. Das Fondue-Restaurant ist im Winter ein besonderer Anziehungspunkt.

Welche Übernachtungsabgabe gibt es in Genf?

In Genf gibt es die „taxe de séjour“ (kantonale Übernachtungsabgabe) von ca. 3,75 CHF pro Kopf und Übernachtung in Hotels (geprüft am: 08.07.2026). Dafür erhalten Übernachtungsgäste in Genf die „Geneva Transport Card“ kostenlos – für die freie Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs.

Brauche ich als Wohnmobilist eine Vignette für die Schweiz?

Die Vignette Schweiz kostet 2026 40 CHF bzw. rund 44 Euro und gilt für PKW, Motorräder, Wohnmobile und Gespanne bis 3,5 Tonnen. Wohnmobile über 3,5 t zGm müssen eine Schwerverkehrsabgabe (PSVA) entrichten – eine Vignette ist dann nicht erforderlich.


Stand: 08.07.2026. Hinweis: Reise-Angaben wie Kurtaxe, Preise, Öffnungszeiten und Veranstaltungstermine ändern sich laufend. Alle Werte sind Anhaltspunkte (Stand siehe Prüfdatum) und „ohne Gewähr“. Bitte prüfe vor der Reise selbst, ob Preise, Termine und Angebote noch aktuell sind. (Reise-Beitrag zu Bains des Pâquis, redaktionell geprüfter Entwurf von Rentner unterwegs.)

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