Lac Léman, Weinterrassen und Alpenblick: Warum der Genfer See so viele Reisende sanft und nachhaltig begeistert
Reise Genfer See – was dich wirklich erwartet
Der Genfer See (französisch: Lac Léman) ist ein ideales Reiseziel für alle, die sanfte Seeluft, eine beeindruckende Alpenkulisse und gut erreichbare Kultur miteinander verbinden wollen. Er liegt zwischen der Schweiz im Norden und Frankreich im Süden, ist rund 580 km² groß und damit einer der größten Seen Westeuropas. Für Senioren, die mit dem Auto, dem Flugzeug oder dem Wohnmobil reisen, bietet er flache Seepromenaden, gut ausgebaute Campingplätze und eine Fülle an ruhigen Ecken – abseits der Hochsaison-Hektik.
Direkte Antwort für Erstbesucher: Der Genfer See liegt im Herzen Westeuropas, ist von Deutschland aus gut per Auto oder Zug erreichbar, bietet auf der Schweizer Seite mondäne Städte wie Lausanne, Montreux und Genf sowie das UNESCO-Welterbe Lavaux, und eignet sich besonders für kulturell interessierte, naturnah reisende Senioren – mit oder ohne Wohnmobil.
Faktenbox auf einen Blick
- Land: Schweiz (Nordufer) und Frankreich (Südufer)
- Währung: Schweizer Franken (CHF) auf der Schweizer Seite; Euro (€) auf der französischen Seite
- Sprache: Französisch (beide Seiten); Englisch und Deutsch werden von Servicepersonal meist gut verstanden
- Beste Reisezeit: Mai bis Oktober; Juni und September sind angenehm ruhig und nicht überteuert
- Kurtaxe Schweiz (taxe de séjour): ca. 3,75–7,00 CHF pro Person und Nacht, je nach Gemeinde und Unterkunftskategorie (geprüft am: 08.07.2026)
- Kurtaxe Frankreich (taxe de séjour): ca. 0,50–4,00 € pro Person und Nacht, je nach Unterkunft und Gemeinde (geprüft am: 08.07.2026)
- Lage: Ca. 550 km von München, ca. 600 km von Frankfurt, ca. 450 km von Stuttgart
Lesezeit: ca. 9 Minuten
Wie komme ich an den Genfer See?
Der Genfer See ist von Deutschland aus auf drei Wegen gut erreichbar – und alle drei lohnen sich, je nach Reisestil.
Mit dem Auto
Von München aus bist du in rund 4,5 bis 5 Stunden am Ostufer bei Montreux, wenn du über Bregenz, Vaduz und den Großen St. Bernhard-Tunnel oder über Zürich fährst. Von Stuttgart aus geht es über die A81 und dann durch die Nordschweiz – rechne mit gut 3,5 bis 4 Stunden bis Genf. Eine schöne Alternative ist die Route entlang des Jurafußes über Biel/Bienne und Lausanne, die landschaftlich ruhiger und weniger frequentiert ist als die Autobahnvariante.
Praktischer Google-Maps-Routenlink ab Stuttgart: Route zum Genfer See berechnen
Mit dem Flugzeug
Der nächste internationale Flughafen ist der Flughafen Genf (GVA), direkt am Westufer des Sees. Von dort bist du in 8 Minuten mit dem Zug im Genfer Hauptbahnhof. Direktflüge aus deutschen Großstädten wie München, Frankfurt, Düsseldorf und Berlin gibt es regelmäßig. Alternativ bietet der Flughafen Zürich-Kloten eine gute Anbindung für das Ostufer – von Zürich Hauptbahnhof nach Lausanne sind es mit dem Intercity rund 50 Minuten.
Mit dem Wohnmobil
Die An- und Abreise mit dem Wohnmobil ist entlang der Schweizer Seeseite sehr angenehm: Die Straßen sind gut ausgebaut, und auf der N9 entlang des Nordufers hast du immer wieder freien Blick auf den See und die Alpen gegenüber. Plane etwas Puffer an Grenzübergängen in der Hochsaison ein. Wildcampen am Seeufer ist in der Schweiz in Stadtnähe verboten – offizielle Campingplätze sind daher Pflicht und lohnen sich auch.
Verkehrssicherheit & Maut in der Schweiz
Vignette (Maut): In der Schweiz gilt auf allen Autobahnen und Schnellstraßen Vignettenpflicht. Die Jahresvignette kostet 2026 ca. 40 CHF bzw. ca. 44–44,50 EUR und gilt 14 Monate (1. Dezember bis 31. Januar des Folgejahres). Es gibt keine Tages- oder Wochenvignette. Du kaufst sie bequem vorab als digitale E-Vignette (über das offizielle Via-Portal des BAZG) oder als Klebevignette an Tankstellen und Grenzübergängen (geprüft am: 08.07.2026).
Wichtig für Wohnmobile: Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht (tzGM) benötigen die Jahresvignette. Schwere Wohnmobile über 3,5 Tonnen zahlen stattdessen die Pauschale Schwerverkehrsabgabe (PSVA) – und zwar für jeden Tag des Aufenthalts in der Schweiz, auch wenn das Fahrzeug steht, also auch auf dem Campingplatz. Die PSVA wird vorab über das Via-Portal gebucht; für Wohnmobile über 3,5 t gilt grob: ca. 25–58,50 CHF für 1–30 Tage (geprüft am: 08.07.2026). Hat dein Gespann (Auto + Wohnwagen) beide Fahrzeuge unter 3,5 t, braucht jedes seine eigene Vignette.
Tunnelmaut: Der Große St. Bernhard-Tunnel (Verbindung Schweiz–Italien) ist separat mautpflichtig und nicht in der Vignette enthalten – Kosten für Wohnmobile auf Anfrage direkt beim Tunnelbetreiber prüfen.
Tempolimits für Wohnmobile: In der Schweiz gilt im Ortsgebiet 50 km/h, auf Landstraßen 80 km/h. Auf Autobahnen dürfen Wohnmobile und Gespanne bis 3,5 t zGM in der Regel 100 km/h fahren, abhängig vom im Fahrzeugschein eingetragenen Gewicht des Anhängers. Lies unbedingt deinen Zulassungsschein, Punkt T, bevor du losfährst.
Umweltzone Genf: In Genf gibt es bei erhöhter Luftverschmutzung eine Umweltzone mit dem Stick’Air-System. Ältere Diesel-Wohnmobile (Euro 0–2) können dann ausgesperrt werden. Das Schild an der Einfahrt zeigt an, ob die Zone aktiv ist. Informiere dich vorab auf der offiziellen Genfer Website zu Stick’Air, wenn dein Fahrzeug älter ist.
Dashcam: In der Schweiz gibt es kein generelles Dashcam-Verbot, allerdings gelten strenge Datenschutzregeln. Die Rechtslage ist nicht abschließend geklärt – Aufnahmen im öffentlichen Raum bewegen sich in einer Grauzone. Verwende Dashcam-Aufnahmen nicht für soziale Netzwerke oder öffentliche Zwecke, um auf der sicheren Seite zu sein.
Kraftstoff: Benzin und Diesel sind in der Schweiz in der Regel etwas teurer als in Deutschland. Wer von Süddeutschland anreist, sollte vor der Grenze nochmals tanken. Auf der französischen Seite des Sees sind Kraftstoffpreise meist günstiger als auf der Schweizer Seite.
Wo übernachte ich am Genfer See?
Die Preisspanne am Genfer See ist groß – vom einfachen Hotel bis zum Grandhotel direkt am Wasser gibt es alles:
| Kategorie | Nebensaison (Nov–Apr) | Hauptsaison (Jun–Aug) |
|---|---|---|
| Einfaches Hotel / 2–3 Sterne | ca. 90–150 CHF/Nacht | ca. 150–250 CHF/Nacht |
| Mittelklasse / 4 Sterne | ca. 180–280 CHF/Nacht | ca. 250–400 CHF/Nacht |
| Luxus / 5 Sterne | ab ca. 500 CHF/Nacht | ab ca. 700 CHF/Nacht |
| Campingplatz (2 Personen + Wohnmobil) | ca. 30–55 CHF/Nacht | ca. 45–80 CHF/Nacht |
(Preisspannen als Orientierung, geprüft am: 08.07.2026. Alle Preise in CHF für Schweizer Seite; auf der französischen Seite in EUR, tendenziell etwas günstiger.)
Campingplätze & Wohnmobilstellplätze am Genfer See
Für Wohnmobilreisende ist die Region um den Genfer See eine der schönsten Campingregionen Europas. Zwischen Alpenpanorama, UNESCO-Weinbergen und historischen Städten gibt es mehrere gut ausgestattete Plätze direkt am oder in unmittelbarer Seenähe.
TCS Camping Genève-Vésenaz (Kanton Genf, Schweizer Seite): Dieser Platz liegt östlich von Genf in Vésenaz, direkt am Seeufer. Das Gelände ist weitgehend flach mit Gras-Stellplätzen – für Wohnmobile angenehm manövrierbar. Der TCS-Platz bietet Standard- und Premium-Stellplätze mit Stromanschluss sowie eine Ver- und Entsorgungsstation. Wer hier steht, hat Genf per Bus in wenigen Minuten – bequem, ohne mit dem Wohnmobil in die Innenstadt fahren zu müssen. Geöffnet saisonal (zuletzt ab Anfang April). Preise: bitte direkt beim TCS anfragen, da sie je nach Saison und Stellplatzkategorie variieren. Kleiner Hinweis aus der Praxis: Die Plätze direkt am Wasser sind begehrt und schnell vergeben – lieber etwas früher buchen oder etwas weiter ins Gelände rücken, wo es ruhiger sein kann.
Camping Vidy (Lausanne): Dieser Platz in Lausanne-Vidy liegt am See, nur durch einen Radweg vom Wasser getrennt. Das Gelände ist gut gepflegt und hat eine große Anzahl fester Stellplätze, aber auch Platz für Durchreisende. Der Radweg entlang des Sees führt in beide Richtungen direkt vom Platz weg – ein echter Vorteil für alle, die gern morgens einen ersten Ausblick auf das Wasser genießen, ohne ein Auto anwerfen zu müssen. Lausannes Innenstadt erreicht man per Bus oder E-Bike bequem.
Camping Les Grangettes (Noville, Ostufer, Kanton Waadt): Ein ruhiger Platz am Ostufer in der Nähe der Rhône-Mündung in den See. Direkt am Seeufer gibt es eine Grünfläche zur freien Nutzung, das Gelände bietet schönen Schatten. Die letzte Zufahrtsstraße ist schmal, aber gut organisiert – mit einem großen Wohnmobil einfach langsam und zügig durchfahren, Gegenverkehr ist einsehbar. Preisspanne und genaue Öffnungszeiten: vor Ort oder direkt beim Platz erfragen.
Camping Les Myosotis (Lugrin, französische Seite, Haute-Savoie): Auf der Südseite des Sees, bei Lugrin nahe dem Grenzstädtchen Saint-Gingolph, liegt dieser saisonal geöffnete Platz (in der Regel Mai bis September). Die französische Seeseite ist in Sachen Campingpreise meist etwas günstiger als die Schweizer. Von hier aus sind das mittelalterliche Dorf Yvoire und die Hafenstadt Thonon-les-Bains gut erreichbar. Preisspanne bitte vor Ort erfragen, da sich die französische taxe de séjour (Kurtaxe) je nach Gemeinde unterscheidet.
Tipp: In der Schweiz ist Wildcampen in Stadtnähe verboten. Plane immer einen offiziellen Platz ein und buche in der Hauptsaison – besonders während des Montreux Jazz Festivals im Juli – rechtzeitig im Voraus.
Was kostet die Kurtaxe am Genfer See?
Die Übernachtungsabgabe heißt am Genfer See auf beiden Seiten gleich: taxe de séjour – also Kurtaxe.
Schweizer Seite: In Genf beträgt die taxe de séjour ca. 3,75 CHF pro Person und Nacht. In Montreux kann sie nach aktueller Recherche bis zu ca. 7,00 CHF pro Person und Nacht betragen – Montreux gehört damit zu den teuersten Gemeinden der Schweiz in dieser Hinsicht. Die genaue Höhe hängt von der Unterkunftskategorie und der Gemeinde ab; die Abgabe wird in der Regel vom Hotel oder Campingplatz direkt auf der Rechnung ausgewiesen (geprüft am: 08.07.2026).
Französische Seite: In Frankreich staffelt sich die taxe de séjour nach Unterkunftsart und Klassifizierung. Grob gerechnet: ca. 0,50–4,00 € pro Person und Nacht; Camping und einfachere Unterkünfte liegen am unteren Ende, klassifizierte Hotels am oberen. Kinder unter einem bestimmten Alter sind in der Regel befreit (geprüft am: 08.07.2026).
Wer als Gast in Genf übernachtet, erhält übrigens als Gegenleistung die Geneva Transport Card – sie erlaubt die kostenlose Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs in der Stadt. Das ist praktisch, wenn du ohne Wohnmobil in Genf unterwegs bist.
Wann ist die beste Reisezeit für den Genfer See?
Der Genfer See hat ein vergleichsweise mildes Klima – Montreux gilt mit seinen Palmenpromenaden als die „Riviera der Schweiz“. Das macht die Region auch außerhalb der Hochsaison attraktiv.
| Monat | Charakter | Besonderheit |
|---|---|---|
| Mai–Juni | Angenehm warm, noch ruhig | Lavaux in sattem Grün, wenig Gedränge |
| Juli–August | Heiß, belebt, teuer | Montreux Jazz Festival Anfang–Mitte Juli |
| September–Oktober | Mild, Weinlese, leerer | Ideal für Wohnmobil und Wandern |
| November–April | Kühl, ruhig, günstig | Viele Campingplätze geschlossen |
Wiederkehrende Veranstaltungen (mit Vorbehalt, Termine können sich ändern)
- Montreux Jazz Festival 2026 (Montreux): Vom 3. bis 18. Juli 2026 feiert das Festival seine 60. Ausgabe in neuem Rahmen – erstmals wieder im renovierten Stravinski Auditorium und im neuen Kongresszentrum. Viele Konzerte auf Freibühnen sind kostenlos zugänglich. Tickets und genaues Programm: offizielle Festival-Website (Termine können sich verschieben).
- Lavaux Expérience (Kanton Waadt, wiederkehrend): Geführte Wanderungen durch das UNESCO-Welterbe-Weingebiet Lavaux, meist im Herbst. Termine jährlich auf der Website der Region Waadt prüfen.
- Fête de la Musique (Genf und Lausanne, meist Juni): Kostenlose Konzerte in der ganzen Stadt – ein schöner Anlass, die Uferpromenaden am Abend zu erleben.
Einkaufen und Versorgung vor Ort
Die Versorgung rund um den Genfer See ist auf beiden Seiten der Grenze sehr gut. Größere Supermärkte findest du in jedem Ort: In der Schweiz sind Migros, Coop und Manor die häufigsten Ketten – gut sortiert, allerdings zu Schweizer Preisen, also spürbar teurer als in Deutschland. Migros ist an Sonntagen in größeren Bahnhöfen teils geöffnet; normale Filialen haben sonntags geschlossen. Denk daran: am Samstag rechtzeitig einkaufen, wenn du auf einem Schweizer Campingplatz stehst und sonntags nicht überrascht werden willst.
Auf der französischen Seite gibt es Intermarché, Carrefour und kleinere Épiceries – auch dort ist Sonntagnachmittag oft Ruhetag. Wochenmärkte finden in Montreux, Lausanne, Vevey und Évian-les-Bains in der Regel morgens statt und sind einen Besuch wert: frischer Käse, lokale Weine, Brot und Charcuterie aus der Region.
Apotheken (Pharmacie) sind in allen größeren Orten vorhanden. Der Notdienst-Hinweis hängt stets gut sichtbar an der Tür der nächsten geschlossenen Apotheke. Bargeld ist am Genfer See zwar nicht immer nötig, aber in kleineren Dorfläden und auf Märkten manchmal der einfachere Weg. Auf der Schweizer Seite akzeptieren die meisten Geschäfte Karte – Maestro und Kreditkarten werden überall angenommen.
Wer früh morgens auf dem Campingplatz aufsteht und einen ruhigen Spaziergang vor dem Frühstück sucht: In Lausanne-Vidy reicht der Weg am Seeufer entlang bis zur kleinen Badebucht und zurück – in etwa einer Stunde, flach und gut befestigt, mit dem ersten Blick auf die gegenüberliegenden Savoyischen Alpen im Morgenlicht. Das ist der Moment, bevor der Campingplatz in Betrieb kommt und bevor die ersten Spaziergänger mit Hunden eintreffen – ruhig und lohnenswert.
Für Ausflüge auf die französische Seite: Im malerischen Yvoire, einem der „schönsten Dörfer Frankreichs“, lohnt sich die Bäckerei in der Nähe des Dorfeingangs schon früh am Morgen – frische Croissants und Pain au chocolat, bevor die Tagestouristen aus Genf ankommen. Das ist genau der Geist, den man am Genfer See schätzen lernt, wenn man ihn einmal kennt. Ähnliches gilt im Hafen von Évian-les-Bains auf der französischen Seite: Morgens, wenn die Fähre noch nicht läuft und die Kur-Touristen noch beim Frühstück sitzen, ist der Ort am angenehmsten – ganz so wie ich es von frühen Spaziergängen in kleinen Hafenorten kenne, etwa am Hafen von Puerto de Mogán auf Gran Canaria, wo der Ort vor den Tagesgästen noch ganz entspannt ist. Dieser Geist früher Morgenstunden gilt überall am Wasser – auch hier am Genfer See.
Ist der Genfer See für Senioren und Menschen mit eingeschränkter Mobilität geeignet?
Ehrliche Einschätzung: Ja – mit Einschränkungen.
Was gut funktioniert: Die Seepromenaden in Lausanne (Ouchy), Montreux und Genf sind weitgehend flach, gut befestigt und ohne nennenswerte Steigungen. Die Schiffsanlegestellen der CGN (Compagnie Générale de Navigation, die historischen Raddampfer und modernen Fähren) sind an den großen Stationen barrierefrei erreichbar. Auf dem See selbst gibt es keine Anforderungen an die Gehfähigkeit – eine Schiffsrundfahrt von Genf nach Montreux und zurück ist für alle machbar und einer der schönsten Wege, die Region kennenzulernen. Viele Hotels entlang der Seepromenade haben Aufzüge und ebenerdig zugängliche Lobbys.
Was mehr Kraft kostet: Das Weingebiet Lavaux liegt auf Terrassen oberhalb des Sees – die Wanderwege dorthin sind schön, aber deutlich anspruchsvoller. Wer Hüften oder Knie schont, kann die Weinberge von der Straße oder von einem Ausflugszug aus bewundern, ohne selbst steil bergauf gehen zu müssen. Auch in der Altstadt von Genf gibt es Kopfsteinpflaster und Steigungen – bequeme Schuhe sind Pflicht.
ÖPNV: Der öffentliche Nahverkehr in der Schweiz ist ausgezeichnet und barrierefrei ausgebaut. In Genf ist der öffentliche Nahverkehr mit der Geneva Transport Card für Hotelgäste kostenlos. In Lausanne fährt das Métro-System (M2) steil hinauf zur Innenstadt – Rollstühle und Rollatoren sind kein Problem, da die Stationen mit Aufzügen ausgestattet sind.
Gesundheit und Notfall am Genfer See
Auf der Schweizer Seite ist die medizinische Versorgung auf sehr hohem Niveau. Das Centre Hospitalier Universitaire Vaudois (CHUV) in Lausanne ist eines der größten Universitätsspitäler der Schweiz und für die gesamte Region Waadt zuständig. In Genf ist das Hôpitaux Universitaires de Genève (HUG) die erste Anlaufstelle für Notfälle. Kontaktdaten und genaue Adressen am besten über das offizielle Krankenhausportal oder über die Unterkunft einholen – Direktnummern geben wir hier nicht an, da diese sich ändern können.
Den Apotheken-Notdienst findest du stets auf dem Aushang an der nächsten geschlossenen Apotheke.
Notruf: EU-weit (inkl. Schweiz) ist 112 gültig. In der Schweiz gilt zusätzlich 144 für den Rettungsdienst und 117 für die Polizei.
Auslandskrankenversicherung: Die Schweiz ist kein EU-Mitglied. Die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) hat in der Schweiz eingeschränkte Gültigkeit – eine separate Auslandskrankenversicherung ist dringend empfohlen, besonders für längere Aufenthalte. Prüfe das vor Abreise mit deiner Krankenversicherung.
So planst du deine Reise an den Genfer See
- Vignette oder PSVA vorab klären: Bevor du ins Auto steigst, prüfe das zulässige Gesamtgewicht deines Fahrzeugs. Bis 3,5 t: Jahresvignette (ca. 40 CHF / ca. 44–44,50 EUR) digital oder als Aufkleber kaufen. Über 3,5 t: Pauschale Schwerverkehrsabgabe (PSVA) über das Via-Portal buchen – das geht bequem von zu Hause aus.
- Campingplatz früh buchen: Gute Plätze am See – besonders TCS Camping Genève-Vésenaz und Camping Vidy in Lausanne – sind in der Hauptsaison schnell ausgebucht. Wenn du im Juli rund ums Montreux Jazz Festival reist, buchst du Unterkunft und Stellplatz idealerweise 2–3 Monate im Voraus.
- Auslandskrankenversicherung und Reisedokumente prüfen: Die EHIC gilt in der Schweiz nur eingeschränkt – eine zusätzliche Reisekrankenversicherung ist sinnvoll. Reisepass oder Personalausweis für die Einreise in die Schweiz nicht vergessen, auch wenn es keine feste Grenzkontrolle gibt.
Häufige Fragen zur Reise an den Genfer See
Brauche ich für den Genfer See eine Schweizer Vignette?
Ja. Wer auf Schweizer Autobahnen fährt, braucht eine Jahresvignette für ca. 40 CHF bzw. ca. 44–44,50 EUR (Preise 2026, geprüft am: 08.07.2026). Sie ist nur als Jahresvignette erhältlich, keine Tages- oder Wochenvignette. Wohnmobile über 3,5 Tonnen zahlen stattdessen die Pauschale Schwerverkehrsabgabe (PSVA) – diese gilt für alle Straßen und sogar für den reinen Aufenthalt im Land.
Welche Kurtaxe gilt am Genfer See?
Die Übernachtungsabgabe heißt auf beiden Seiten des Sees taxe de séjour. Auf der Schweizer Seite zahlt man in Genf ca. 3,75 CHF pro Person und Nacht, in Montreux bis ca. 7,00 CHF. Auf der französischen Seite liegt sie je nach Unterkunft und Gemeinde bei ca. 0,50–4,00 € pro Person und Nacht (geprüft am: 08.07.2026).
Wann findet das Montreux Jazz Festival 2026 statt?
Das Montreux Jazz Festival 2026 findet vom 3. bis 18. Juli 2026 statt und feiert seine 60. Ausgabe. Es kehrt erstmals in das renovierte Stravinski Auditorium zurück. Viele Freiluft-Konzerte sind kostenlos zugänglich. Termine können sich verschieben – das aktuelle Programm bitte auf der offiziellen Website prüfen.
Ist Wildcampen am Genfer See erlaubt?
In der Schweiz ist Wildcampen grundsätzlich eingeschränkt und in Stadtnähe (Genf, Lausanne) verboten. Auf der französischen Seite gelten ebenfalls Einschränkungen. Empfohlen werden ausschließlich offizielle Campingplätze, die auch gut ausgestattet sind und eine sichere Übernachtung bieten.
Welches Krankenhaus ist am Genfer See zuständig?
Das CHUV (Centre Hospitalier Universitaire Vaudois) in Lausanne und das HUG (Hôpitaux Universitaires de Genève) in Genf sind die zentralen Anlaufstellen. Kontaktdaten über das offizielle Krankenhausportal oder die Unterkunft einholen. Im Notfall: 112 (gilt auch in der Schweiz).
Gilt die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) in der Schweiz?
Nur eingeschränkt, da die Schweiz kein EU-Mitglied ist. Eine separate Auslandskrankenversicherung ist für den Genfer See-Aufenthalt auf Schweizer Seite dringend empfohlen. Für die französische Seite gilt die EHIC normal.
Stand: 08.07.2026. Hinweis: Reise-Angaben wie Kurtaxe, Preise, Öffnungszeiten und Veranstaltungstermine ändern sich laufend. Alle Werte sind Anhaltspunkte (Stand siehe Prüfdatum) und „ohne Gewähr“. Bitte prüfe vor der Reise selbst, ob Preise, Termine und Angebote noch aktuell sind. (Reise-Beitrag zu Genfer See, redaktionell geprüfter Entwurf von Rentner unterwegs.)

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