La Palma meine Reisetipps

La Palma – Isla Bonita: Grüne Vulkane, samtene Stille und ein Sternenhimmel, der keine Wünsche offen lässt

Eine Insel, die man nicht vergisst – La Palma, die Isla Bonita

Wenn man zum ersten Mal die Fähre in Santa Cruz de La Palma verlässt und die bunten Kolonialbauten der Promenade vor sich hat, denkt man unweigerlich: Hier bin ich richtig. Keine Hotelburgen, keine Menschenmassen, kein Alleinherrscher Massentourismus. Stattdessen: Stille, der Duft von feuchtem Wald und Vulkangestein, und der Atlantik, der in einem ganz eigenen Blauton glänzt.

La Palma – liebevoll Isla Bonita (die schöne Insel) genannt – ist die grünste der Kanarischen Inseln und für viele der schönste Geheimtipp des Archipels. Die Insel hat von allem etwas: urwüchsige Lorbeerwälder, Schwarzlava-Strände, einen der dunkelsten Sternenhimmel der Welt und Dörfer, in denen die Zeit langsamer zu ticken scheint.

Für wen ist La Palma besonders geeignet? Für Seniorinnen und Senioren, die Natur über Nachtleben stellen. Für alle, die lieber einen Kaffee an der Uferpromenade genießen als durch Souvenirbuden zu hetzen. Und für Reisende, die ehrliche Landschaft mehr schätzen als künstlich angelegte Resortanlagen. Wer allerdings flache Strände mit feinem weißem Sand und ausgebauten Strandpromenaden sucht, sollte eher Teneriffa Süd in Betracht ziehen – dort ist die Infrastruktur für Strandurlaub deutlich umfangreicher.

Faktenbox: Das Wichtigste auf einen Blick

Land Spanien – Kanarische Inseln (autonome Gemeinschaft)
Währung Euro (€) – Hinweis: Auf den Kanaren gilt statt der spanischen Mehrwertsteuer die lokale Steuer IGIC (aktuell 7 %), was Einkaufen und Tanken etwas günstiger macht als auf dem Festland.
Sprache Spanisch; in Tourismusregionen oft auch Englisch und Deutsch verstanden
Beste Reisezeit Ganzjährig möglich; Frühling und Herbst besonders angenehm
Kurtaxe / Touristenabgabe Keine – La Palma erhebt zum Stand 27.06.2026 keine allgemeine Übernachtungsabgabe (bitte vor Reiseantritt prüfen)
Lage Nordwestlichste der Kanarischen Inseln, ca. 1.300 km vom spanischen Festland, ca. 4 Flugstunden aus Deutschland
Größe Ca. 45 km von Nord nach Süd, ca. 28 km von Ost nach West – sehr überschaubar und gut mit dem Mietwagen zu erkunden

Lesezeit: ca. 9 Minuten

Anreise & Routenplaner

Mit dem Flugzeug

Das ist die mit Abstand komfortabelste Anreise. Der Flughafen La Palma (IATA-Code: SPC), auch bekannt als Aeropuerto de Santa Cruz de La Palma, liegt in Breña Baja auf der Ostseite der Insel – nur wenige Kilometer von der Hauptstadt Santa Cruz de La Palma entfernt. Von Deutschland gibt es Direktverbindungen ab Frankfurt, Düsseldorf, München und weiteren Flughäfen, in der Regel mit Charterflügen oder Linienflügen über Madrid und Barcelona. Die Flugzeit beträgt meist rund vier Stunden aus Deutschland.

Vom Flughafen geht es bequem per Taxi oder Mietwagen weiter. Ein Mietwagen ist auf La Palma unbedingt zu empfehlen – das Busnetz verbindet zwar die größeren Orte, viele Sehenswürdigkeiten und ruhige Buchten sind aber nur mit eigenem Fahrzeug erreichbar. Wer gern früh unterwegs ist, schätzt die Freiheit, jederzeit spontan an einem Aussichtspunkt anhalten zu können.

Mit dem Auto

Mit dem eigenen PKW nach La Palma zu reisen bedeutet: zunächst das spanische Festland ansteuern, dann per Fähre übersetzen. Vom Festland (z. B. Huelva oder Cádiz) gibt es Fährverbindungen zu den Kanaren, von wo aus man per weiterer Fähre nach La Palma gelangt – oft über Teneriffa. Das ist eine abenteuerliche, aber zeitaufwendige Option, die mehrere Tage Fahrt und Seeüberfahrt beinhaltet. Für die meisten Senioren ist der Direktflug mit Mietwagen vor Ort die weitaus entspanntere Wahl.

Wer trotzdem mit dem eigenen Auto kommen möchte: Routenplanung z. B. ab Frankfurt nach Huelva (ca. 2.100 km, reine Fahrzeit ca. 19–20 Stunden, sinnvoll auf mehrere Tage aufteilen). In Frankreich fällt Autobahnmaut an, in Spanien auf den meisten Strecken nicht (Ausnahme: einige mautpflichtige Autopistas).

Routenplanung nach Santa Cruz de La Palma bei Google Maps

Mit dem Wohnmobil

Mit dem eigenen Wohnmobil ist La Palma grundsätzlich erreichbar – aber man sollte die Augen offen halten. Die Überfahrt per Fähre (z. B. über die Reedereien Fred. Olsen Express oder Naviera Armas ab dem spanischen Festland) ist möglich, aber logistisch aufwendig. Auf La Palma selbst gibt es keine klassischen Wohnmobilstellplätze im europäischen Sinne. An ausgewiesenen Zonas Recreativas (Erholungsgebieten) darf eine Nacht gestanden werden. Die vielen engen Serpentinen in der Insellandschaft können für größere Fahrzeuge anspruchsvoll sein. Wer dennoch mit dem Camper kommt: An Tankstellen gibt es in der Regel Frischwasser, eine reguläre Entsorgungsstation sucht man aber oft vergebens – regelmäßig entsorgen, wenn sich die Gelegenheit bietet.

Ein praktischer Tipp: Wer die Kanaren generell mit dem Wohnmobil erkunden möchte, findet auf der größeren Nachbarinsel Lanzarote eine etwas bessere Campinginfrastruktur. La Palma ist dafür mit der Fähre gut zu kombinieren.

Übernachten auf La Palma

Hotels und Ferienwohnungen

La Palma ist kein Ort der Riesenhotels. Das Angebot reicht von charmanten Boutique-Hotels in der Altstadt von Santa Cruz de La Palma über gemütliche Fincas im Landesinneren bis hin zu gut ausgestatteten Aparthotels an der Ostküste in Los Cancajos. Einige größere 4-Sterne-Resorts findet man im Bereich Puerto Naos an der Westküste und im Bereich Los Cancajos.

Unterkunftstyp Nebensaison (ca. Nov.–Apr.) Hauptsaison (ca. Mai–Okt.)
Einfaches Hotel / Pension ca. 45–80 € je Nacht ca. 70–110 € je Nacht
Mittelklasse-Hotel (3–4 Sterne) ca. 80–140 € je Nacht ca. 110–200 € je Nacht
Finca / Ferienhaus ca. 60–130 € je Nacht ca. 90–180 € je Nacht

Preisangaben als Richtwerte; geprüft am: 27.06.2026. Tatsächliche Preise variieren je nach Verfügbarkeit und Buchungszeitpunkt.

Besonders schön für ruhesuchende Senioren: Ein Landhotel oder eine Finca abseits der Küste, umgeben von Kiefernwäldern oder Bananenplantagen. Das Leitungswasser auf La Palma entspricht dem EU-Standard – viele Gäste bevorzugen dennoch abgefülltes Wasser.

Campingplätze & Wohnmobilstellplätze

Wer zelten möchte, findet auf La Palma eine Handvoll offizieller Naturcampingplätze – aber keine klassischen Campingplätze mit Vollversorgung für Wohnmobile. Wildcampen ist auf den Kanaren offiziell verboten; die Naturschutzbehörden kontrollieren dies auf La Palma besonders strikt, da große Teile der Insel Schutzgebiet sind. Eine Übersicht der wichtigsten Möglichkeiten:

  • Zeltplatz Caldera de Taburiente (Nationalpark, Zentralla Palma): Einer der eindrucksvollsten Campingplätze der gesamten Kanaren – eingebettet in einen riesigen erloschenen Vulkankrater. Der Platz ist ausschließlich über bergige Wanderwege erreichbar und muss mindestens 24 Stunden im Voraus beim Umweltamt der Insel (Cabildo Insular de La Palma) angemeldet werden. Sanitäre Grundausstattung vorhanden. Nur für gehfitte Camper geeignet. Übernachtung in der Regel kostenlos mit Genehmigung.
  • Area Recreativa El Pilar (Naturpark Cumbre Vieja, Mitte der Insel): Schöner Waldcampingplatz an der LP-203 mit Trinkwasser, Toiletten, Duschen, Tischen, Bänken und Grillstellen. Genehmigung erforderlich; bis zu 6 Nächte möglich. Ebenfalls kostenlos mit Genehmigung. Gut mit dem Fahrzeug erreichbar – auch für ältere Camper interessant.
  • 4011 Camp, Los Llanos de Aridane (Westküste): Privat geführter Campingplatz in der Gemeinde Los Llanos de Aridane mit Duschen, Toiletten, kinderfreundlicher Atmosphäre. Konkrete Preise bitte direkt vor Ort erfragen – Stand der Recherche nicht eindeutig ausgewiesen.
  • La Fajana / Piscina La Fajana, Barlovento (Nordküste): Naturcampingbereich oberhalb der beliebten Naturschwimmbecken. Die Naturbecken selbst verfügen über Duschen, Toiletten und ein Restaurant. Stellplätze kostenlos; Strom und Wasseranschluss für Wohnmobile nicht vorhanden.

Wichtiger Hinweis für Wohnmobilisten: Auf La Palma gibt es keine klassischen Wohnmobil-Servicestationen mit Strom, Frischwasser und Abwasserentsorgung. An Tankstellen ist Frischwasser in der Regel verfügbar (Qualität variiert). Wer flexibel plant und regelmäßig entsorgt, wenn sich die Gelegenheit bietet, kommt gut zurecht.

Kurtaxe / Touristenabgabe auf La Palma

Gute Nachricht für Ihr Reisebudget: Auf den Kanarischen Inseln – und damit auch auf La Palma – wird zum Stand 27.06.2026 keine allgemeine Übernachtungsabgabe erhoben. Anders als zum Beispiel auf Mallorca (dort: „Ecotasa“) gibt es auf La Palma keine tasa turística oder vergleichbare kommunale Abgabe für Touristen. Die kanarische Regionalregierung hat die Einführung einer solchen Steuer bislang wiederholt und klar abgelehnt.

Bitte prüfen Sie vor Ihrer Reise, ob sich daran etwas geändert hat – politische Diskussionen über eine mögliche Einführung gibt es durchaus.

Saison & Veranstaltungen

Klima und beste Reisezeit

La Palma gilt – wie alle Kanaren – als „Insel des ewigen Frühlings“. Das stimmt im Großen und Ganzen: Die Temperaturen an der Küste liegen das ganze Jahr über meist zwischen 20 und 28 Grad Celsius. Im Juli und August wird es auch an der Küste warm bis heiß (bis ca. 32 Grad), oben in den Bergen ist es ganzjährig kühler – pro 100 Höhenmeter sinkt die Temperatur spürbar. Der Nordosten der Insel ist grüner und feuchter; wer viel Sonne sucht, ist an der West- und Südküste besser aufgehoben.

Der meiste Regen fällt von Oktober bis Januar. Gelegentlich bringt der Calima – ein Sahara-Wüstenwind – trockene Hitze und feinen Sandstaub auf die Insel. Tipp für bewölkte Tage: einfach ein paar Kilometer weiter fahren, denn die Wetterzonen wechseln auf La Palma verblüffend schnell.

Beste Reisezeiten für Senioren: Frühling (März bis Mai) und Herbst (September bis November) – angenehm warm, weniger Touristen, gute Wanderbedingungen.

Wiederkehrende Veranstaltungen (mit Vorbehalt – Termine können sich verschieben)

  • Mandelblütenfest Puntagorda (2026 voraussichtlich Ende Januar/Anfang Februar): Zweitägiges Folklore- und Musikfest in einem der schönsten Mandelblütendörfer der Kanaren. Gemächlich, farbenfroh, familiär – ideal für Senioren.
  • Karneval Santa Cruz de La Palma (2026 voraussichtlich Februar): Einer der einzigartigsten Karnevals der Kanaren. Besonderheit: Am „Día de los Indianos“ (Karnevalsmontag) wird kein Konfetti, sondern Babypuder geworfen – die ganze Stadt wird weiß. Die Besucher kommen in weißen Baumwollgewändern und Strohhüten als Kubaner verkleidet. Ein unvergesslicher Anblick.
  • La Patrona – Fiesta Virgen de los Remedios, Los Llanos de Aridane (2026 voraussichtlich Anfang Juli): Fest zu Ehren der Schutzpatronin mit Theater, Musik und Sportveranstaltungen. Lebhaft, aber nicht überwältigend laut.
  • Semana Grande / Bajada de la Virgen, Santa Cruz de La Palma (findet alle 5 Jahre statt; nächstes Mal voraussichtlich 2030): Das größte Fest der Insel – wenn es stattfindet, ist La Palma im Ausnahmezustand. Aufführungen, Prozessionen, Feuerwerke über viele Tage. Für den nächsten Termin bitte aktuelle Informationen einholen.

Einkaufen & Versorgung vor Ort

Die größten Einkaufsmöglichkeiten finden sich in Santa Cruz de La Palma (Hauptstadt, Ostküste) und in Los Llanos de Aridane (größte Stadt der Insel, Westküste). Dort gibt es Supermärkte bekannter spanischer Ketten sowie kleinere Lebensmittelläden. In den Touristenzentren Los Cancajos und Puerto Naos gibt es ebenfalls Einkaufsmöglichkeiten in fußläufiger Nähe.

Wochenmärkte finden in verschiedenen Orten statt – in Santa Cruz de La Palma am Samstagmorgen auf der Avenida Marítima, in Los Llanos ebenfalls wochenmarktmäßig. Frische Produkte, lokale Käsesorten, Palmenhonig und Mojo-Saucen gehören zu den lohnenden Mitbringseln.

Sonntagseinkauf: Auf La Palma gilt wie in ganz Spanien eine weitgehende Sonntagsruhe im Einzelhandel – größere Supermärkte können sonntags geschlossen oder nur kurz geöffnet sein. Planen Sie Ihren Wocheneinkauf rechtzeitig, spätestens am Samstagvormittag.

Bargeld oder Karte? Kartenzahlung ist in Hotels, größeren Supermärkten und Restaurants in der Regel möglich. In kleinen Dorfläden, auf Märkten und bei lokalen Anbietern ist Bargeld nach wie vor sicherer. Geldautomaten (Cajeros) gibt es in Santa Cruz de La Palma, Los Llanos und Los Cancajos.

Apotheken (farmacias) sind in allen größeren Ortschaften vorhanden. Sie sind am grünen Kreuz auf weißem Hintergrund erkennbar. Medikamente sind in Spanien oft günstiger als in Deutschland und teils ohne Rezept erhältlich. Den Notdienstplan (Aushang) finden Sie an jeder Apotheke. Eine Apotheke mit 24-Stunden-Notdienst gibt es in El Paso.

Senioren- & Barrierefreiheits-Check

La Palma ist – wenn man ehrlich ist – keine Insel, auf der man einfach alles barrierefrei abläuft. Die Landschaft ist gebirgig, die Straßen oft steil und kurvenreich, und viele der schönsten Naturziele erfordern gute Kondition. Das sollte man wissen, bevor man bucht.

Was gut funktioniert:

  • Die Uferpromenade (Avenida Marítima) in Santa Cruz de La Palma ist flach, gut gepflastert und angenehm zu schlendern – historische Kolonialarchitektur mit bunten Holzbalkonen, kleine Cafés, Hafenblick. Ein idealer Morgenspaziergang.
  • Der Strand Los Cancajos (Ostküste, nahe Flughafen) ist durch Wellenbrecher gut geschützt, das Wasser ruhig. Es gibt barrierefreie Zugänge und Möglichkeiten für Rollstuhlfahrer.
  • Puerto Naos (Westküste) hat ebenfalls einen ruhigen schwarzen Sandstrand mit guter Infrastruktur und weniger Steigungen.
  • Los Llanos de Aridane hat ein gut begehbares Stadtzentrum mit hübschem Marktplatz.

Was anspruchsvoll sein kann:

  • Nahezu alle Wanderwege ins Inselinnere (Caldera de Taburiente, Cumbre Vieja) sind steil, teilweise steinig und für Gehbehinderte nicht geeignet.
  • Viele Dörfer haben enge, kopfsteingepflasterte Gassen mit teils starkem Gefälle.
  • Das Fahren auf La Palma selbst ist abenteuerlich: enge Serpentinen, manchmal ohne Leitplanken. Nachts sollte man besonders vorsichtig sein. Wer ungern im Dunkeln auf kurvenreichen Bergstraßen fährt, plant Ausflüge lieber tagsüber.

Fazit: La Palma eignet sich hervorragend für aktive Senioren mit guter Mobilität. Für Reisende mit eingeschränkter Gehfähigkeit sind die Küstenorte und Promenaden angenehm; Naturerlebnisse im Inselinneren erfordern jedoch Planung und Ehrlichkeit über die eigene Fitness.

Gesundheit & Notfall

La Palma verfügt über ein gut ausgestattetes öffentliches Krankenhaus: das Hospital General de La Palma in Breña Alta (östliche Inselseite, nahe dem Flughafen und der Hauptstadt Santa Cruz de La Palma). Dieses Haus ist die zentrale medizinische Anlaufstelle der gesamten Insel. Für Fragen zu Kontaktdaten und Anfahrt wenden Sie sich an Ihre Unterkunft oder das offizielle Gesundheitsportal der Kanarischen Inseln (gobiernodecanarias.org/sanidad). Eine sozial-geriatrische Einrichtung ist das historische Hospital de Nuestra Señora de los Dolores in Santa Cruz de La Palma – dieses ist auf Senioren und Langzeitpflege ausgerichtet, nicht auf Notfallversorgung.

In beinahe jedem Ort gibt es außerdem ein Centro de Salud (Gesundheitszentrum) für leichtere Beschwerden. Grundlegende Spanischkenntnisse sind dort hilfreich.

Apotheken-Notdienst: Den jeweils diensthabenden Apotheken-Notdienst (farmacia de guardia) finden Sie am Aushang jeder Apotheke. Eine Apotheke mit 24-Stunden-Betrieb befindet sich in El Paso.

Notruf: EU-weit gilt die 112 (Polizei, Feuerwehr, Notarzt). Diese Nummer funktioniert auch auf La Palma zuverlässig.

Krankenversicherung: Mit der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung und der EHIC-Karte (Europäische Krankenversicherungskarte, auf der Rückseite der deutschen Krankenkassenkarte) haben Sie in Spanien Anspruch auf medizinische Grundversorgung zu den Bedingungen der spanischen Kassenversorgung. Dennoch empfiehlt sich eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung, die auch Rücktransportkosten abdeckt – gerade für längere Aufenthalte und bei Vorerkrankungen.

So planen Sie Ihre Reise nach La Palma – drei ruhige Schritte

  1. Anreise und Unterkunft frühzeitig sichern: Buchen Sie den Flug möglichst 2–4 Monate vor Reisebeginn, Direktflüge sind komfortabler als Umsteigeverbindungen. Für den Aufenthalt lohnt sich eine ruhige Finca oder ein kleines Hotel in Los Cancajos oder Santa Cruz – gut erreichbar und mit angenehmer Atmosphäre. Mietwagen direkt am Flughafen vorbuchen.
  2. Ausflüge und Etappen realistisch planen: La Palma ist klein – von Santa Cruz nach Puerto Naos sind es nur rund 35 Kilometer, aber die kurvige Bergstraße dauert deutlich länger als man denkt. Planen Sie pro Ausflug nicht zu viel ein. Lieber einmal mehr an einem Aussichtspunkt stehen bleiben und die Stille genießen.
  3. Gesundheitliche Vorbereitung nicht vergessen: EHIC-Karte überprüfen, Auslandskrankenversicherung abschließen, wichtige Medikamente ausreichend mitbringen (Rezept auf Spanisch oder Englisch ist hilfreich, falls Nachschub nötig wird).

Häufige Fragen zur Reise La Palma

Gibt es auf La Palma eine Kurtaxe?

Nein. Auf den Kanarischen Inseln – und damit auch auf La Palma – wird zum Stand 27.06.2026 keine allgemeine Kurtaxe (tasa turística) erhoben. Die kanarische Regionalregierung hat eine Einführung bislang wiederholt abgelehnt. Bitte prüfen Sie vor Reiseantritt, ob sich daran etwas geändert hat.

Wie komme ich als Senior am bequemsten nach La Palma?

Am einfachsten und schnellsten ist der Direktflug, zum Beispiel ab Frankfurt, Düsseldorf oder München. Der Flughafen La Palma (SPC) liegt in Breña Baja, nur wenige Kilometer von der Hauptstadt Santa Cruz de La Palma entfernt. Vor Ort empfiehlt sich ein Mietwagen, da das Busnetz außerhalb der Hauptorte dünn ist.

Ist La Palma für gehbehinderte Senioren geeignet?

Teils. Die Hauptstadt Santa Cruz de La Palma und Los Llanos de Aridane haben gut ausgebaute Promenaden und Plätze. Viele Wanderwege und Naturpfade sind jedoch steil und steinig – eine ehrliche Vorab-Einschätzung der eigenen Fitness ist wichtig. Barrierefreie Strände mit ruhigerem Wasser gibt es in Los Cancajos.

Welches Krankenhaus ist auf La Palma zuständig?

Das Hospital General de La Palma liegt in Breña Alta, östlich der Insel, in der Nähe des Flughafens. Im Notfall gilt EU-weit die 112. Für die Behandlung in Spanien wird eine gültige EHIC-Karte oder eine Auslandskrankenversicherung empfohlen.

Kann ich mit dem Wohnmobil nach La Palma fahren?

Mit dem eigenen Wohnmobil ist La Palma nur per Fähre erreichbar – etwa über Teneriffa oder direkt vom spanischen Festland. Auf der Insel selbst gibt es keine klassischen Wohnmobilstellplätze; Wohnmobile können an ausgewiesenen Zonas Recreativas übernachten. Viele enge Serpentinenstraßen sind mit großen Fahrzeugen anspruchsvoll.

Wann ist die beste Reisezeit für La Palma?

La Palma ist ganzjährig bereisbar. Frühling (März bis Mai) und Herbst (September bis November) sind besonders angenehm: milde Temperaturen, wenige Touristen, gute Wanderbedingungen. Im Sommer kann es im Landesinneren heiß werden, die Küstenregionen bleiben durch den Atlantik erfrischt. Der Norden und Osten sind feuchter und grüner, Süd- und Westküste sonniger.


Stand: 27.06.2026. Hinweis: Reise-Angaben wie Kurtaxe, Preise, Öffnungszeiten und Veranstaltungstermine ändern sich laufend. Alle Werte sind Anhaltspunkte (Stand siehe Prüfdatum) und „ohne Gewähr“. Bitte prüfe vor der Reise selbst, ob Preise, Termine und Angebote noch aktuell sind. (Reise-Beitrag zu La Palma, redaktionell geprüfter Entwurf von Rentner unterwegs.)