Bilbao Guggenheim, Pintxos und eine Stadt, die sich neu erfunden hat

Bilbao: Guggenheim, Pintxos und eine Stadt, die sich neu erfunden hat

Bilbao auf einen Blick: Was dich wirklich erwartet

Eine Reise nach Bilbao lohnt sich für erfahrene Reisende aus einem einfachen Grund: Diese Stadt ist das vielleicht überzeugendste Beispiel in ganz Europa dafür, wie eine graue Industriestadt sich in ein Kulturzentrum verwandeln kann. Mit Michelin-besternten Restaurants, dem Guggenheim-Museum von Frank Gehry und einer malerischen Altstadt hat Bilbao echte Strahlkraft – dabei war die größte Stadt des Baskenlandes lange eine eher trübe Industriemetropole, die von internationalen Reisenden kaum beachtet wurde. Wer heute hinkommt, erlebt eine Stadt, die stolz auf beides ist: das Neue und das Alte.

Eckdaten Info
Land Spanien (Autonome Gemeinschaft Baskenland)
Währung Euro (€)
Sprachen Spanisch, Baskisch (Euskara)
Beste Reisezeit April–Juni & September–Oktober
Tourismusabgabe Noch keine (geplant ab 01.01.2027)
Nächster Flughafen Flughafen Bilbao (BIO), ca. 12 km nördlich

Hinweis zur Tourismusabgabe: Das Baskenland hat eine Tourismusabgabe beschlossen, die nach aktuellem Planungsstand 2027 in Kraft treten soll. Der geplante Tagessatz soll je nach Unterkunftstyp und Gemeinde zwischen 0,75 und 5 € pro Person und Nacht betragen. Im Juli 2026 fällt noch keine Abgabe an (geprüft am: 23.07.2026).


Ankunft: Mit dem Auto, dem Flieger oder dem Wohnmobil

Ich kam mit dem Auto aus Südfrankreich – über die AP-8, die Mautautobahn entlang der kantabrischen Küste. Die Strecke ist gut ausgebaut, aber nicht billig. Wer Maut sparen möchte, nimmt die parallel verlaufende A-8, braucht dann aber deutlich mehr Zeit. Die letzten Kilometer in die Stadt sind problemlos: mehrspurig, gut beschildert, kein Vergleich zu den engen Stadtzufahrten, die man aus anderen spanischen Städten kennt.

Der erste Blick auf Bilbao von der Autobahn aus ist unspektakulär – Hafen, Industriegelände, Hügelketten dahinter. Aber schon auf dem Weg in die Innenstadt ändert sich das Bild: Das Flussbett des Nervión, die geschwungene Uferpromenade, die ersten Jugendstilgebäude. Man merkt sofort, dass hier jemand über Stadtgestaltung nachgedacht hat.

Mit dem Wohnmobil: Autocaravaning Kobetamendi

Für Wohnmobilisten ist die Lage in Bilbao etwas besonders: Der Wohnmobilstellplatz Autocaravaning Kobetamendi liegt auf dem Monte Kobeta, etwa 1 km vom Stadtzentrum entfernt, mit guter Aussicht. Der Preis beträgt ca. 17 € pro Nacht, mit Stromanschluss, Wasserversorgung, Grauwasserentsorgung und Chemie-WC-Entsorgung. Hunde sind erlaubt. Der Stellplatz ist bewacht – das ist in einer Stadt dieser Größe nicht selbstverständlich und ein echter Pluspunkt.

Der Betreiber war direkt und freundlich: „Fahren Sie den Hang hoch, Sie können den Platz selbst wählen – die hinteren Reihen haben den schönsten Blick auf die Stadt.“ Das stimmte. Von dort oben sieht man die Hügelketten rund um Bilbao, und abends leuchten die Lichter der Stadt. Kein Strandpanorama, aber ein überraschend ruhiger und zentraler Standort.

Praktisch zu wissen: Der Stellplatz liegt auf einem Hügel. Mit einem großen Wohnmobil ist die Anfahrtsstraße machbar, aber eng – lieber tagsüber ankommen und nicht zu spät abends, wenn die Sicht schlechter ist. Die GPS-Koordinaten sind 43.2589, -2.96268.


Was macht Bilbao besonders? Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

Bilbao lässt sich gut zu Fuß erkunden – wenn man die richtigen Schuhe dabeihält. Die Entfernungen zwischen den Hauptsehenswürdigkeiten sind überschaubar. Hier die wichtigsten im Überblick:

  • Guggenheim Museum Bilbao: Das Wahrzeichen der Stadt, ein Bau aus geschwungenen Titanplatten direkt am Nervión. Auch wer Moderne Kunst nicht liebt – das Gebäude selbst ist sehenswert.
  • Casco Viejo (Altstadt): Die Sieben Straßen (Siete Calles), die gotische Kathedrale Santiago, die Plaza Nueva mit ihren Arkaden und Pintxos-Bars.
  • Mercado de la Ribera: Einer der größten überdachten Märkte Europas, direkt am Flussufer. Morgens für Lebensmittel, mittags für Pintxos.
  • Zubizuri-Brücke: Die Fußgängerbrücke über den Nervión, entworfen vom spanischen Architekten Santiago Calatrava, liegt direkt beim Guggenheim und ist kostenlos zu überqueren.
  • Artxanda-Seilbahn: Die Artxanda-Seilbahn ist ein echter Klassiker – von oben hat man einen einzigartigen Blick über die gesamte Stadt.
  • Doña-Casilda-Park: Der über hundert Jahre alte, ruhige Doña-Casilda-Park mit seinen romantischen Gärten im französischen Stil ist eine der wichtigsten Grünflächen der Stadt – ideal für eine Pause zwischen Museen.
  • Euskalduna-Palast: Eines der größten Kulturzentren der Stadt, der Palacio Euskalduna, beherbergt ein Auditorium, Theater, Ausstellungshallen – und ist Heimstätte der Bilbao-Symphonie und der Bilbao-Oper.
  • Baskisches Museum: Neben der Kathedrale lohnt sich ein Besuch im Baskischen Museum für Archäologie, Volkskunde und Geschichte (Euskal Museoa).

Wie viel kostet das Guggenheim Bilbao 2026?

Das Guggenheim ist das meistbesuchte Einzelziel der Stadt. Das Guggenheim Museum Bilbao verzeichnete 2025 über 1,3 Millionen Besucher. Also: Tickets rechtzeitig buchen, gerade im Sommer.

Der Eintrittspreis hängt vom Besuchertyp ab – Erwachsene, Studierende (18–26 Jahre), Senioren ab 65, Gruppen ab 20 Personen und Kinder. Der Standardpreis für Erwachsene beträgt 18 €. Kinder unter 18 Jahren haben freien Eintritt. Für Senioren ab 65 Jahren gibt es einen ermäßigten Tarif – bitte die aktuelle Preisseite des Museums direkt prüfen (geprüft am: 23.07.2026).

Wichtige Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10–19 Uhr. Im Sommer (15. Juni bis 13. September) bis 20 Uhr. Montag ist das Museum regulär geschlossen.

Sparpotenzial: Am letzten Tag jeder Wechselausstellung gibt es ab 16 Uhr 50 % Rabatt. Das ist der einzige verlässliche Rabatt. Der sogenannte Artean Pass – der eigentlich auch das Museo de Bellas Artes einschließt – lohnt sich 2026 nicht, da das Kunstmuseum während seiner Renovierung kostenfrei zugänglich ist. Also: Guggenheim-Ticket direkt beim Museum kaufen.

Praktischer Hinweis: Tickets sind zeitgebunden – du wählst ein 30-Minuten-Eintrittsfenster. Im Eintrittspreis ist ein Audioguide enthalten. Das spart Zeit und Geld.

Was mich am Guggenheim beeindruckt hat, ist weniger die Kunst selbst – das ist Geschmackssache – als das Gebäude von außen. Frank Gehry schuf eine Fassade aus Titanplatten, die sich bei jedem Lichteinfall verändert. Morgens, wenn das Licht schräg auf die silberne Hülle fällt, ist das Gebäude kaum zu fotografieren, ohne dass der Blick immer wieder hängen bleibt. Und die großen Skulpturen rund ums Gebäude – die Riesenspinne „Maman“, der blühende Welpe „Puppy“ – sind kostenlos zugänglich, ohne ein Ticket zu kaufen.

Guggenheim Bilbao 2026 Info
Eintritt Erwachsene ca. 18 € (geprüft am: 23.07.2026)
Eintritt Senioren (65+) ermäßigt – aktuellen Preis direkt beim Museum prüfen
Eintritt Kinder (unter 18) kostenlos
Öffnungszeiten (Hauptsaison) Di–So 10–20 Uhr (geprüft am: 23.07.2026)
Montag Regulär geschlossen
Rabatt-Tipp Letzter Ausstellungstag ab 16 Uhr: 50 % Rabatt

Der erste Morgen: Casco Viejo, bevor es voll wird

Wer früh aufsteht, erlebt Bilbaos Altstadt anders. Gegen halb acht ist auf den Sieben Straßen kaum jemand unterwegs. Die Bäcker öffnen, ein paar Einheimische kaufen ihr Brot, an den Kiosk-Ständen werden Tageszeitungen aufgehängt. Die gotische Kathedrale Santiago liegt dann noch im Schatten.

Bilbao liegt direkt an der Pilgerroute nach Santiago de Compostela. Die gotische Kathedrale Santiago ist eine wichtige Station für Pilger auf dem Jakobsweg – und zugleich das älteste Gebäude der Stadt, eine architektonische Augenweide im Herzen der Altstadt.

Die Plaza Nueva überraschte mich. Die quadratische Arkaden-Plaza ist deutlich gepflegter, als ich erwartet hatte – und fast still am frühen Morgen. Die Pintxos-Bars öffnen später, die Stühle stehen noch hochgeklappt. Aber man sieht sofort, warum das abends der Treffpunkt der Stadt ist.

Ehrliche Einschätzung zur Barrierefreiheit: Die Altstadt hat schöne, aber gepflasterte Gassen. Rollator oder Rollstuhl ist möglich, aber anspruchsvoll – manche Gassen haben Kopfsteinpflaster, das uneben ist. Wer Knieprobleme hat, sollte festes Schuhwerk einplanen und nicht zu viele Kilometer auf einmal machen. Das Guggenheim selbst und das Flussufer sind problemlos zugänglich.


Pintxos: Die wichtigste Mahlzeit der Reise

Man isst in Bilbao anders als in Madrid oder Barcelona. Kein großes Mittags- oder Abendessen um 21 Uhr, sondern ein kontinuierliches Essen in Etappen – die sogenannte Txikiteo-Kultur: von Bar zu Bar, immer ein paar Pintxos und ein kleines Glas Txakoli-Wein oder Wasser.

Pintxos sind kleine Häppchen auf Brotscheiben oder Spießen: gebratene Garnelen, Manchego-Käse mit Quitte, eingelegte Sardellen, Jamón ibérico, Meeresfrüchte-Salat. Die besten Bars findest du in der Calle del Ledesma und rund um die Plaza Nueva. Preis pro Stück: ca. 2–4 € (geprüft am: 23.07.2026). Dazu ein kleines Glas Weißwein oder Wasser: ca. 1,50–2,50 €.

Ich habe nicht ein bestimmtes Restaurant gewählt, sondern bin von Bar zu Bar gegangen – das ist die richtige Art, Bilbao zu essen. Insgesamt ca. 18–25 € für ein ordentliches Abendessen auf diese Art, inklusive Getränken. Günstiger und authentischer als jedes Restaurant.

Tipp für Senioren: Mittags zwischen 13 und 15 Uhr sind die Pintxos am frischesten. Abends ab 20 Uhr wird es voller. Wer nicht in Menschenmassen stehen möchte, kommt zwischen 12 und 13 Uhr – dann ist es ruhiger und die Auswahl noch vollständig.


Der Mercado de la Ribera: Einkaufen wie Einheimische

Der Mercado de la Ribera liegt direkt am Flussufer, fünf Minuten zu Fuß von der Altstadt. Das Gebäude ist imposant – Art-déco-Stil, Glasfassade zum Fluss hin. Im Inneren: Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch, Käse. Morgens ist das der Markt für Einheimische, mittags verwandelt sich der obere Teil in eine Pintxos-Halle.

Ich habe dort frischen Bonito do Norte (Thunfisch aus dem Atlantik) und baskischen Käse gekauft – beides hervorragend. Die Preise für Lebensmittel sind vergleichbar mit deutschen Supermärkten der gehobenen Klasse, aber die Qualität ist spürbar besser. Öffnungszeiten: ca. 8–14 Uhr und 17–20 Uhr, montags oft geschlossen – vor Ort prüfen (geprüft am: 23.07.2026).


Der Nervión und das Flussufer: Spazieren ohne Stress

Das Ufer des Nervión ist der schönste Teil Bilbaos für einen langen Spaziergang. Die Promenade ist breit, eben, und führt vom Guggenheim flussabwärts bis zum Euskalduna-Palast und darüber hinaus. Keine Steigungen, kein Lärm – ideal für alle, die gut gehen können, aber keine Bergwanderung suchen.

Auf dem Wasser sieht man Paddleboarder und Ruderer; außerdem kann man ein Boot zur berühmten Hängebrücke Puente Colgante in Portugalete nehmen, die zum UNESCO-Welterbe gehört. Die Fahrt mit der Metro dauert etwa 15 Minuten – unkompliziert, günstig, gut ausgeschildert.

Die Zubizuri-Brücke ist ein Pflichtfoto. Man läuft darüber, blickt flussabwärts auf das Guggenheim und versteht sofort, warum Bilbao in den letzten Jahren so viele Architekturreisende anzieht.


Ausflug: Gaztelugatxe – Fels, Meer, Treppen

Wer ein Auto dabei hat und noch einen Tag übrig, sollte zu Gaztelugatxe fahren. Das ist ein Felskegel vor der baskischen Küste, mit einer kleinen Kapelle oben drauf und einer langen Treppe – rund 240 Stufen. Die Fahrt dauert mit dem Auto ca. 45 Minuten von Bilbao aus.

Ehrlich gesagt: Die Treppen sind für Menschen mit Knieproblemen zu anspruchsvoll. Aber der Weg dorthin und die Aussicht vom Parkplatz auf die Steilküste lohnen sich auch dann. Das Wasser unten ist türkis, die Wellen brechen gegen schwarzen Basaltfelsen. Das ist baskische Küste, wie man sie sich vorstellt – und die Realität hält, was die Fotos versprechen.

Wer eher Kulturelles sucht, fährt nach Guernica – ca. 30 Minuten östlich. Die Strände und Klippen von Getxo sind mit der Metro in etwa einer halben Stunde erreichbar.


Ein Abendessen in der Altstadt: Was es kostet und was du bekommst

Wer nach dem Pintxos-Barhoppping doch ein Sitzrestaurant bevorzugt, findet in der Altstadt viele Möglichkeiten. Ich habe mich für eine Bar entschieden, die ein Menú del día anbot – das Tagesmenü, das in Spanien mittags der Standard ist und in Bilbao zwischen ca. 12–18 € liegt (Vorspeise + Hauptgang + Dessert + Getränk), geprüft am: 23.07.2026.

Das Menü an dem Abend: Ensalada mixta als Vorspeise (frisch, großzügig), als Hauptgang Merluza a la vasca – Seehecht auf baskische Art, in einer leichten Knoblauch-Petersilien-Sauce mit Erbsen und hartgekochtem Ei. Die Portion war ordentlich. Dazu ein kleines Glas Rioja Alavesa, dem Wein aus dem nahen baskischen Weinanbaugebiet. Zum Schluss ein Stück Tarta de Santiago. Insgesamt ca. 14 €, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Service war freundlich und schnell. Auf Englisch wurde geholfen, wenn auch nicht perfekt. Das Personal war sichtlich stolz auf die Küche – das merkt man.


Ist Bilbao mit dem Wohnmobil wirklich praktisch?

Ja – aber mit Einschränkungen. Der Stellplatz Kobetamendi ist gut gelegen und bietet alles, was man für 2–3 Nächte braucht. Es handelt sich um einen bewachten Wohnmobil-Stellplatz auf dem Monte Kobeta bei Bilbao, mit Ver- und Entsorgung. Das ist für eine Großstadt ungewöhnlich komfortabel.

Was weniger gut funktioniert: In die Innenstadt mit dem Wohnmobil zu fahren ist keine gute Idee. Enge Durchfahrten, Parkverbote, schlechte Wendigkeit. Aber vom Stellplatz aus gibt es eine Busverbindung in die Stadt – günstig und unkompliziert. Wer lieber läuft: Es ist bergab ca. 20–25 Minuten in die Innenstadt. Zurück bergauf braucht man etwas länger und mehr Puste.

Diskrepanz Webseite vs. Realität: Auf manchen Buchungsseiten wird der Stellplatz als „mit Blick auf die Stadt“ angepriesen – das stimmt, aber nur von den hinteren Plätzen. Die vorderen Reihen blicken eher auf den Hang. Also: bei der Ankunft nachfragen und einen Platz weiter hinten wählen.


Anreise mit dem Flugzeug

Der Flughafen Bilbao (IATA: BIO) liegt ca. 12 km nördlich der Stadt. Wer mit dem Zug anreist, hält am Bahnhof Bilbao-Abando – von dort ist das Guggenheim nur ca. 10 Minuten zu Fuß entfernt. Der Flughafen ist mit dem Bus Linie A3247 direkt mit dem Zentrum verbunden – Fahrzeit ca. 30 Minuten, günstiger als ein Taxi. Direkte Flüge aus Deutschland gibt es regelmäßig, Reisezeit ca. 2–2,5 Stunden.

Für den Transfer vom Flughafen in die Stadt: Den Mietwagen direkt am Flughafen holen, wenn man die Umgebung erkunden möchte. Das Wohnmobil lässt man besser am Stellplatz stehen und nutzt Bus oder Metro für die Stadttour.


Verkehrssicherheit und Fahren in Bilbao

Die Hauptzufahrtsstraßen sind gut ausgebaut und übersichtlich. In der Innenstadt gelten Tempo-30-Zonen fast überall. Parken im Stadtzentrum ist schwierig und teuer – Tiefgaragen kosten ca. 2–3 € pro Stunde (geprüft am: 23.07.2026). Mit dem Wohnmobil gilt: Stellplatz anfahren, Auto stehen lassen, öffentlichen Nahverkehr nutzen.

Wer aus Frankreich kommt und die Mautautobahn AP-8 nutzt: Die Mautgebühren variieren je nach Streckenabschnitt. Bitte vor der Reise aktuelle Mautsätze bei der spanischen Mautbehörde prüfen (geprüft am: 23.07.2026).


Was Bilbao mit Maspalomas verbindet – und was nicht

Ich wurde gefragt, was Bilbao und die Kanaren gemeinsam haben. Wenig auf den ersten Blick – aber beide Orte lehren dasselbe: Landschaften verändern sich, wenn man ihnen Zeit gibt. In den Dünen von Maspalomas verändert der Wind die Sandlandschaft ständig, sodass jeder Spaziergang etwas anders aussieht. In Bilbao ist es das Licht, das die Titanfassade des Guggenheums bei jedem Besuch anders erscheinen lässt. Wer reist, um zu staunen, findet beides.

Wer ähnliche Stadtkultur mag und auch Andalusien kennenlernen möchte, dem empfehle ich den Beitrag über Barcelona – wie man die Stadt wirklich erlebt. Oder, wenn du lieber in Richtung Süden möchtest: Málaga an der Costa del Sol mit Picasso und Alcazaba ist eine gute Ergänzung zur Nordspanien-Route.


Abreise und Fazit: Für wen lohnt sich Bilbao wirklich?

Ich bin nach drei Nächten abgereist – und hätte gut noch einen weiteren Tag bleiben können. Die Abreise lief reibungslos: Stellplatz früh räumen, auf die AP-8 Richtung Norden. Die Stadt war noch still, als ich losfuhr.

Was ich mitnehme: Bilbao ist keine typische Urlaubsstadt. Es gibt keinen Strand in der Stadt, keine klassische Sonnenterrasse. Aber es gibt eine Dichte an kulturellen Angeboten, guter Gastronomie und echtem Stadtleben, die man in Nordspanien nicht erwartet. Und es gibt diese Titanfassade, die man einmal gesehen haben sollte.

Für wen lohnt es sich? Für Kulturinteressierte, Architekturbegeisterte, Genießer der baskischen Küche und alle, die Städtereisen mögen, bei denen das Fußläufige stimmt. Für Menschen, die absolute Ruhe oder Strand suchen, ist Bilbao weniger geeignet – dafür fährt man besser nach Getxo oder an die kantabrische Küste.

Würde ich wiederkommen? Ja – im Herbst, wenn die Touristenzahlen sinken und die Beleuchtung noch wärmer ist. Und dann würde ich einen Abend länger bei den Pintxos bleiben.


Häufige Fragen zu Bilbao (FAQ)

Ist Bilbao auch ohne Guggenheim-Besuch interessant?
Ja. Die Altstadt Casco Viejo, die Pintxos-Bars, der Mercado de la Ribera, der Doña-Casilda-Park und die Artxanda-Seilbahn sind auch ohne Museumsbesuch attraktive Ziele – besonders für Kulturinteressierte und Genießer.

Wie viel kostet der Eintritt ins Guggenheim Bilbao 2026?
Der Standardpreis für Erwachsene beträgt ca. 18 €. Für Senioren ab 65 Jahren gibt es einen ermäßigten Tarif. Kinder unter 18 Jahren haben freien Eintritt. Am letzten Tag jeder Wechselausstellung gibt es ab 16 Uhr 50 % Rabatt. Tickets am besten online buchen (geprüft am: 23.07.2026).

Gibt es in Bilbao eine Tourismusabgabe?
Noch nicht. Das Baskenland hat eine Abgabe beschlossen, die frühestens ab dem 1. Januar 2027 gilt. Im Juli 2026 wird keine Tourismusabgabe erhoben (geprüft am: 23.07.2026).

Wo kann ich mit dem Wohnmobil in Bilbao stehen?
Der bekannteste stadtnahe Wohnmobilstellplatz ist der Autocaravaning Kobetamendi auf dem Monte Kobeta. Preis ca. 17 € pro Nacht, mit Strom, Wasser, Grauwasserentsorgung und Chemie-WC-Entsorgung (geprüft am: 23.07.2026).

Ist Bilbao barrierefrei?
Das Guggenheim-Museum ist vollständig rollstuhlgerecht. Die Altstadt Casco Viejo hat gepflasterte, teils unebene Gassen – für Menschen mit Gehproblemen anspruchsvoll. Metro und Busse sind gut barrierefrei ausgebaut.

Was sind Pintxos und wo bekomme ich die besten?
Pintxos (sprich: Pintschus) sind baskische Häppchen auf Brotscheiben oder Spießen. Die besten findest du in den Bars rund um die Plaza Nueva und die Calle del Ledesma. Preis pro Stück: ca. 2–4 € (geprüft am: 23.07.2026).

Wann ist die beste Reisezeit für Bilbao?
Frühling (April–Juni) und Herbst (September–Oktober): angenehme Temperaturen, weniger Touristenandrang. Im Sommer wird es voll. Bilbao hat ein ozeanisches Klima – Regen ist fast ganzjährig möglich, ein leichter Regenmantel gehört ins Gepäck.

Kann ich von Bilbao aus Ausflüge machen?
Ja. Die Hängebrücke Puente Colgante in Portugalete (UNESCO-Welterbe, ca. 15 min mit Metro), Gaztelugatxe an der Küste (ca. 45 min mit Auto) und Guernica (ca. 30 min) sind empfehlenswerte Ziele.

Spricht man in Bilbao Spanisch oder Baskisch?
Beide Sprachen sind offiziell. Im Alltag und Tourismus wird überwiegend Spanisch gesprochen. Englisch wird in Hotels, Museen und größeren Restaurants gut verstanden.

Lohnt sich der Artean Pass 2026?
Nein. Das Museo de Bellas Artes ist 2026 während seiner Renovierung kostenlos zugänglich, sodass der Artean Pass keinen Vorteil bietet. Das Guggenheim-Ticket direkt beim Museum kaufen.

Strand-Tipp: Einen ausfuehrlichen Beitrag zu Playa de Las Arenas, einem beliebten Strand bei Bilbao, finden Sie hier auf der Seite.
Campingplatz-Tipp: Einen ausfuehrlichen Beitrag zu Bilbao Caravanpark (Autocaravaning Kobetamendi), einem beliebten Campingplatz bei Bilbao, finden Sie hier auf der Seite.

Stand: 23.07.2026. Hinweis: Reise-Angaben wie Kurtaxe, Preise, Öffnungszeiten und Veranstaltungstermine ändern sich laufend. Alle Werte sind Anhaltspunkte (Stand siehe Prüfdatum) und „ohne Gewähr“. Bitte prüfe vor der Reise selbst, ob Preise, Termine und Angebote noch aktuell sind. (Reise-Beitrag zu Bilbao, redaktionell geprüfter Entwurf von Rentner unterwegs.)

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