Alicante

Alicante an der Costa Blanca: Burg, Altstadt und Meer – so erlebst du es wirklich

Alicante ist eine Reise wert – aber sie überrascht dich anders, als du es vielleicht erwartest. Die Hafenstadt an der Costa Blanca in Spanien kombiniert Strandurlaub, Stadtkultur und mediterranes Alltagsleben auf engem Raum. Wer die Burg über der Stadt besteigt, durch die Gassen der Altstadt streift und morgens auf dem Mercado Central frischen Fisch kauft, versteht schnell: Hier ist mehr als Sonne und Palmen. Dieser Bericht zeigt dir, was dich wirklich erwartet – für Senioren mit Auto, Flugzeug oder Wohnmobil.

Alicante auf einen Blick

Merkmal Information
Land Spanien (Valencianische Gemeinschaft)
Währung Euro (EUR)
Sprache Spanisch und Valencianisch (lokaler Dialekt)
Tourismustaxe (tasa turística) Keine – Alicante erhebt derzeit keine Tourismustaxe (Stand: 21.07.2026)
Beste Reisezeit April–Juni und September–Oktober
Entfernung zum Flughafen Flughafen Alicante-Elche (ALC), ca. 12 km vom Zentrum
Küstentyp Stadtstrände, Felsbuchten, vorgelagerte Insel (Tabarca)

Was erwartet mich in Alicante – und lohnt sich die Reise?

Alicante lohnt sich – besonders wenn du Strandurlaub mit Kultur verbinden willst. Die Stadt an der Costa Blanca bietet das Castillo de Santa Bárbara mit kostenlosem Eintritt und freiem Blick aufs Mittelmeer, eine lebendige Altstadt, einen der schönsten Hafenpromenaden Spaniens und einen täglichen Markt mit frischen Meeresfrüchten. Die Kosten sind moderat, eine Tourismustaxe gibt es nicht.

Die Anfahrt: Wie ich nach Alicante kam

Ich war mit dem Auto unterwegs – von Nordspanien kommend, die Küste entlang. Die letzten Stunden auf der Autovía A-7 zeigen, was Spanien kann: Die Landschaft öffnet sich, das Licht wird heller, die Luft trockener. Irgendwo zwischen Murcia und Alicante beginnt der Mittelmeer-Geruch – salzig, warm, ein bisschen nach Pinien. Noch bevor ich die Stadt sehe, weiß ich: Ich bin richtig.

Ein Hinweis für Wohnmobilreisende: Alicante selbst hat in seinem Zentrum kaum ausreichend Stellfläche für große Fahrzeuge. Wer mit dem Wohnmobil kommt, wird in El Campello (ca. 10 km nördlich) deutlich besser aufgehoben sein. Dort gibt es die Camper Area Campello Beach für ca. 14 €/Nacht und den Camper Park Alicante für ca. 16 €/Nacht – beide mit Strom, Wasserversorgung, Grauwasserentsorgung, Sanitäranlagen und WLAN (geprüft am: 21.07.2026). Hunde sind erlaubt. Mit dem Auto oder dem Regionalzug ist Alicante von dort in 20–30 Minuten erreichbar.

Autofahrer sollten wissen: In Alicante gibt es Niedrigemmissionszonen in der Innenstadt. Für viele Stellplätze in der Tiefgarage gilt Höhenbeschränkung – mit einem Wohnmobil oder hohen Fahrzeugen lieber die Parkhäuser am Stadtrand oder Vorortbahnhöfe nutzen.

Ankunft und erste Schritte: Der Morgen in Alicante

Ich parke am Rande des Zentrums und schlendere zum ersten Mal zur Explanada de España – der großen Hafenpromenade, die Alicante am meisten ausmacht. Der Boden besteht aus über sechs Millionen blauen, weißen und roten Mosaiksteinchen in Wellenform. Dazu die Palmen, der Hafen daneben, das Licht um halb neun Uhr morgens: Es sieht aus wie ein Bilderbuch – aber es ist echt.

Direkt danach: Mercado Central. Der Markt öffnet bereits um 7:00 Uhr und sollte nicht übersprungen werden. Der Eintritt ist frei. Man findet fast 300 Stände mit Meeresfrüchten, Fleisch, frischem Obst, Gemüse, Käse und Backwaren – alles sehr frisch, sehr günstig. Ich kaufe ein Stück lokalen Queso curado (gereifter Schafskäse) und ein halbes Dutzend getrockneter Feigen. Zusammen: unter 4 Euro. Wichtig für den Sonntagsbesuch: Der Mercado Central ist sonntags geschlossen, am Samstagmittag ab 15:00 Uhr ebenfalls – also lieber früh kommen.

Dann: Frühstück in einer Bar in der Nähe. Ein café con leche und ein tostada mit Tomaten und Öl – so frühstückt man in Alicante. Preis: ca. 2,50–4,00 € (geprüft am: 21.07.2026). Kein Frühstücks-Hotel, das das toppen könnte.

Das Castillo de Santa Bárbara: Aufstieg und Aussicht

Das Wahrzeichen der Stadt thront in 166 Metern Höhe auf dem Felsen namens Monte Benacantil – direkt über dem Playa del Postiguet. Es ist eines der größten mittelalterlichen Kastelle Spaniens und man sieht es von fast überall in der Stadt.

Eintritt: kostenlos. Wer den Aufzug nehmen möchte (am Playa del Postiguet, vor dem Strand), zahlt ca. 2,70 € – Rentner mit Nachweis fahren kostenlos hoch (geprüft am: 21.07.2026). Wer gut zu Fuß ist: Es gibt zwei Fußwege, die in ca. 30 Minuten nach oben führen. Ich nehme den Aufzug nach oben und gehe zu Fuß zurück – das geht gut.

Die Öffnungszeiten variieren je nach Jahreszeit: Im Sommer (Juni bis September) ist die Burg bis 23:00 Uhr geöffnet, im Herbst/Winter ab 10:00 Uhr bis ca. 18:00–20:00 Uhr. An wenigen Feiertagen (24. Juni, 25. und 31. Dezember, 1. und 6. Januar) bleibt sie geschlossen (geprüft am: 21.07.2026).

Oben angekommen: Der Blick auf die Stadt, die Bucht, den Hafen, das Mittelmeer in beiden Richtungen. Das ist nicht übertrieben gewesen. Ich bleibe fast eine Stunde dort oben. Wer sich Zeit nimmt, findet auch Ausstellungen und eine Weinprobe-Option im oberen Burgbereich.

Eine kleine ehrliche Anmerkung: Die Website des Castillo kündigt „spektakuläre“ Sonnenuntergänge an. Die gibt es tatsächlich – aber nur, wenn man bis zum Abend oben bleibt. Wer nur kurz hinaufgeht und gleich wieder fährt, verpasst das. Im Sommer lohnt sich ein zweiter Besuch zum Abend.

Barrierefreiheit in der Praxis – was funktioniert, was nicht

Wer auf Barrierefreiheit angewiesen ist oder die Knie schonen muss, sollte Folgendes wissen:

  • Explanada de España: Gut geeignet – breite, ebene Promenade, kein Kopfsteinpflaster.
  • Playa del Postiguet: Der Stadtstrand ist gut erreichbar, mit einem Aufzug vom Zentrum aus.
  • Castillo de Santa Bárbara: Der Aufzug vom Strand aus ist barrierefrei nutzbar – rollstuhlgeeignet laut offiziellem Tourismusbüro.
  • Barrio de Santa Cruz (Altstadt): Enge, steile Gassen auf Kopfsteinpflaster. Für Rollstühle und Rollatoren kaum geeignet. Mit gutem Schuhwerk und Trittsicherheit aber schön zu erkunden.
  • Tabarca-Fähre: Laut Anbieter für Rollstühle zugänglich – muss bei der Buchung angegeben werden.

Mittags: Tapas und die Frage, wo man wirklich gut isst

Alicante war 2025 offiziell Gastronomische Hauptstadt Spaniens – das klingt nach Marketing, ist aber spürbar. In der Innenstadt gibt es eine unüberschaubare Zahl an Tapas-Bars. Mein Tipp: Nicht die Restaurants direkt an der Explanada, sondern die kleinen Bars im Straßenraster dahinter.

Ich esse mittags im D’Tablas (Nähe Mercado Central, Casco Antiguo) – eine einfache Bar mit Einheimischen, keine Touristenfalle. Das Essen ist frisch, günstig und nahrhaft:

  • Tapas caseras (hausgemachte Tapas zum Teilen): ca. 1,50–3,00 € pro Stück (geprüft am: 21.07.2026)
  • Arroz a banda (Reisspezialität der Region in Fischbrühe): ca. 12–15 € als Hauptgang (geprüft am: 21.07.2026)
  • Caña (kleines Bier): ca. 1,50–2,00 € (geprüft am: 21.07.2026)

Die Portions sind großzügig. Ich esse eine Tapa mit Calamar a la plancha (gegrillter Tintenfisch), eine mit patatas bravas und dazu eine kleine Portion arroz con bogavante (Reis mit Languste) – zusammen ca. 18 Euro. Das Fleisch des Tintenfisches ist zart, nicht gummiartig, was bei Tapas-Bars nicht selbstverständlich ist. Der Kellner erklärt mir auf Spanisch bereitwillig, was gerade frisch ist – mit Händen und Füßen versteht man sich auch ohne gemeinsame Sprache.

Öffnungszeiten typischer Tapas-Bars: täglich ca. 12:00–16:00 Uhr und 20:00–24:00 Uhr. Viele machen zwischen 16 und 20 Uhr Pause – das ist die spanische Siesta-Zeit, und sie wird in Alicante wirklich gelebt.

Ausflug zur Insel Tabarca: Lohnt sich das?

Ja – aber plane den ganzen Tag ein. Die Insel Tabarca ist Spaniens kleinste bewohnte Insel und liegt vor der Küste Alicantes. Von der Altstadt zum Hafen sind es fünf Gehminuten.

Die Fähre fährt täglich, mehrmals (im Sommer von ca. 9:45 Uhr bis 13:15 Uhr ab Alicante, Rückkehr ab 16:00 Uhr). Die Überfahrt dauert ca. 55–60 Minuten. Das Hin- und Rückfahrticket kostet ca. 24 € pro Person (geprüft am: 21.07.2026). Einige Boote bieten einen Glasboden – damit kann man das klare Wasser und die Unterwasserwelt der Meeresschutzzone beobachten.

Auf der Insel selbst: Schmale Gassen, eine historische Befestigungsmauer, eine kleine Kirche (San Pedro y San Pablo), kristallklares Badewasser und ein paar Restaurants mit frischem Fisch. Kein Motorverkehr, keine Hektik. Für einen ruhigen, naturnahen Tag ideal. Wer früh ankommt (erste Fähre), hat die Insel eine Weile fast für sich.

Meine ehrliche Einschätzung: Die Insel ist schöner als auf manchen Fotos online, aber kleiner, als man erwartet. Man kann sie in zwei Stunden komplett umrunden. Das ist OK – mehr braucht es nicht. Wer action sucht, wird enttäuscht sein. Wer Stille, Wasser und Geschichte will, liegt richtig.

Ein Abendessen, das passt: Restaurant an der Altstadt

Am Abend gehe ich ins Piripi – eines der bekanntesten und langjährig empfohlenen Restaurants Alicantes, in der Calle Oscar Esplá 30, keine zehn Gehminuten vom Hafen entfernt. Öffnungszeiten: täglich außer Montag, ca. 13:00–16:00 Uhr und 20:30–23:00 Uhr (geprüft am: 21.07.2026 – Öffnungszeiten können saisonal variieren, bitte vorab prüfen).

Das Restaurant ist kein Fischlokal mit Touristenpreisen, sondern eine Institution der alicantinischen Küche mit lokaler Kundschaft. Die Einrichtung ist schlicht mediterran – helle Wände, Holztische, keine Dekoration, die sich aufdrängt.

Was ich esse:

  • Vorspeise: Gambas a la plancha (gegrillte Garnelen) – frisch, mit Meersalz, ein Spritzer Zitrone. Kleine, feine Portion. Ca. 14–18 € (geprüft am: 21.07.2026). „Die schmeckt man, nicht die Butter“, hätte meine Mutter gesagt.
  • Hauptgang: Arroz a banda – die Reisschüssel der Region, gekocht in Fischfond mit Safran, dazu separate Aioli. Portion für eine Person, großzügig. Ca. 16–22 € (geprüft am: 21.07.2026). Der Reis ist auf den Punkt, weder zu weich noch hart – das ist hier die Spezialität des Hauses, und man merkt, dass sie das können. Alternativ bietet das Restaurant auch Fideuà (Nudeln statt Reis, im gleichen Stil) für ähnlichen Preis.
  • Nachspeise: Turrón helado – Eis aus dem regionalen Turrón (Mandel-Nougat). Kühl, süß, nicht zu mächtig. Ca. 5–7 € (geprüft am: 21.07.2026). Eine klassische lokale Spezialität.
  • Getränke: Weißwein aus der Region Alicante, ein Glas ca. 4–6 € (geprüft am: 21.07.2026). Wasser am Tisch war kostenpflichtig – ca. 2 €.

Gesamtpreis pro Person: ca. 40–55 € (geprüft am: 21.07.2026). Für die Qualität und den Service vollständig angemessen. Kein günstiges Abendessen, aber eines, das man in Erinnerung behält.

Service: Professionell, schnell, auf Spanisch – auf einfaches Englisch oder Deutsch kann man ausweichen, aber die Bar liegt genug in der Stadt, dass man nicht mit Englisch-Speisekarten rechnen sollte. Ich würde es wieder gehen.

Was die Website verspricht – und was wirklich stimmt

Ehrlich gesagt: Die meisten Versprechen über Alicante halten. Aber ein paar Punkte sollte man kennen:

  • „Ruhige Strände“ – stimmt im Frühjahr und Herbst. Im Juli und August sind Playa del Postiguet und Playa de San Juan voll besetzt und laut. Wer Ruhe will, fährt früh morgens oder weicht auf weiter entfernte Buchten aus (z.B. Cabo de las Huertas, ca. 5 km östlich).
  • „Die Altstadt ist malerisch“ – stimmt. Aber: Das Barrio de Santa Cruz liegt auf einem Hügel und hat steile Kopfsteinpflastergassen. Wer das nicht vorab weiß und auf Absatzschuhe oder einen Rollator angewiesen ist, erlebt eine Überraschung.
  • „WLAN überall“ – die meisten Cafés und Restaurants haben WLAN, es ist aber nicht immer stabil genug für Videotelefonie. Wer im Wohnmobil-Stellplatz in El Campello arbeiten möchte: lieber eigene SIM-Datenkarte mitbringen.
  • „Günstige Stadt“ – bedingt richtig. Tapas und Supermarkt sind günstig. Restaurants in Strandlage und Souvenirs sind touristisch teuer. Wer wie ein Einheimischer isst, kommt günstig weg.

Ein Klima-Vergleich, der mich immer wieder überrascht

Auf einer früheren Reise durch Spanien hatte ich das Bergdorf Artenara auf Gran Canaria besucht – und dort festgestellt, dass die Temperaturen in solchen Höhenlagen oft deutlich angenehmer sind als an der Südküste. In Alicante ist das anders: Hier gibt es kaum Bergkühle als Ausgleich. Im Hochsommer (Juli/August) klettert das Thermometer auf über 35 Grad, und das fühlt sich in der Stadt – zwischen Beton und Asphalt – spürbar wärmer an als am Wasser. Wer diesen Sommer-Alicante-Plan hat: Früh los, Mittagspause einhalten, Sightseeing auf den frühen Morgen und den Abend legen. Das ist keine Einschränkung – es ist die mediterrane Lebensweise, die Alicante zu bieten hat.

Was kostet Alicante? Preisübersicht

Leistung Preis (Spanne) Hinweis
Tourismustaxe Keine Tourismustaxe in Alicante (Stand: 21.07.2026)
Aufzug Castillo (Lift) ca. 2,70 € / Person Rentner kostenlos mit Nachweis (geprüft am: 21.07.2026)
Castillo de Santa Bárbara Eintritt kostenlos Eintritt in die Burg ist frei (geprüft am: 21.07.2026)
Fähre Alicante–Tabarca (Hin & Rück) ca. 24 € / Person geprüft am: 21.07.2026
Mercado Central Eintritt kostenlos Mo–Sa, 7–15 Uhr (geprüft am: 21.07.2026)
Frühstück (café con leche + tostada) ca. 2,50–4,00 € geprüft am: 21.07.2026
Tapas-Mahlzeit (Mittag) ca. 12–20 € / Person geprüft am: 21.07.2026
Abendessen im Restaurant ca. 40–55 € / Person geprüft am: 21.07.2026
Wohnmobilstellplatz El Campello ca. 13–16 € / Nacht inkl. Strom, Wasser, Sanitär (geprüft am: 21.07.2026)
Kraftstoff (Diesel/Benzin Spanien) ca. 1,50–1,55 € / Liter geprüft am: 21.07.2026

Wie komme ich nach Alicante?

  • Mit dem Flugzeug: Der Flughafen Alicante-Elche (ALC) liegt ca. 12 km vom Stadtzentrum entfernt. Ab Deutschland gibt es zahlreiche Direktverbindungen, auch mit Billigfliegern. Mit Bus oder Taxi ins Zentrum: ca. 20–30 Minuten.
  • Mit dem Auto: Über die Autovía A-7 (Mittelmeerautobahn) oder die AP-7 (mautpflichtig). Von der deutschen Grenze bei Figueres bis Alicante sind es ca. 800 km. Maut auf der AP-7 fällt abschnittsweise an; die A-7 (autovía) ist mautfrei, aber langsamer.
  • Mit dem Wohnmobil: Stellplätze in El Campello (ca. 10 km nördlich) empfehlenswert. Im Zentrum kaum geeignete Standflächen. Wildes Campen ist in Spanien verboten (Bußgelder 30–3.000 €).
  • Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Alicante ist per Bahn aus Madrid (ca. 2 Stunden mit dem AVE-Hochgeschwindigkeitszug) und Valencia (ca. 1,5 Stunden) gut erreichbar. Innerhalb der Stadt gibt es eine moderne Tram und Stadtbusse.

Alicante richtig erkunden: Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

  • Castillo de Santa Bárbara: Das Wahrzeichen der Stadt, 166 m über dem Meer, kostenloser Eintritt, Lift für 2,70 €. Spektakulärer Panoramablick.
  • Explanada de España: Die Hafenpromenade mit dem berühmten Mosaikboden aus über sechs Millionen Steinchen – Flanieren, Kaffee trinken, Ankommen.
  • Barrio de Santa Cruz: Die Altstadt mit engen Gassen, blumengeschmückten Häusern und kleinen Bars. Steil, verwinkelt, authentisch.
  • Mercado Central: Der Zentralmarkt (Mo–Sa, 7–15 Uhr, kostenlos) mit fast 300 Ständen. Frischefleisch, Meeresfrüchte, lokale Spezialitäten.
  • Playa del Postiguet: Der bekannteste Stadtstrand, direkt am Zentrum, feiner Sand, gute Infrastruktur.
  • Isla de Tabarca: Die kleinste bewohnte Insel Spaniens, per Fähre in ca. 55–60 Minuten erreichbar. Kristallwasser, Meeresschutzzone, historische Befestigung.
  • MARQ (Museo Arqueológico Provincial): Provinzarchäologie-Museum, gut gestaltet, empfehlenswert für geschichtsinteressierte Besucher.

Wer nach Alicante auch die Mittelmeerküste weiter erkunden möchte, findet in unserem Beitrag über Gibraltar – den Fels am Ende Europas einen weiteren spannenden Stopp auf der Iberischen Halbinsel. Und wer die Küstenkultur Südfrankreichs schätzt, könnte auch Montpellier mit seinem Mittelalter und mediterranen Alltag interessant finden – nur wenige Fahrstunden nördlich entlang der Küste.

Wer passt zu Alicante – und wer nicht?

Alicante ist ideal für Reisende, die Strandurlaub und Städteerkundung kombinieren wollen. Die Stadt ist groß genug für mehrere Tage, aber übersichtlich genug, dass man sich nicht verloren fühlt. Besonders gut passt Alicante zu:

  • Kulturinteressierten Senioren, die neben Strand auch Burg, Markt und Altstadt wollen
  • Reisenden mit Auto, die von dort die Costa Blanca erkunden
  • Wohnmobilisten, die in El Campello stationieren und die Stadt als Tagestrip nutzen
  • Allen, die Tapas-Kultur und frische mediterrane Küche schätzen

Weniger geeignet ist Alicante für Reisende, die absolute Stille suchen (Hochsaison ist laut), die auf Bergwandern aus sind oder auf ein kleines, beschauliches Dorf hoffen. Dafür gibt es in der Region andere Optionen – das Hinterland der Costa Blanca hat ruhige Bergdörfer, die eine Fahrt wert sind.

Abreise und Fazit: Was bleibt

Ich reise nach zwei Nächten ab – und bin froh, dass ich länger geblieben bin als ursprünglich geplant. Alicante hat mehr Tiefe, als man aus der Entfernung vermutet. Die Burg. Der Markt am Morgen. Das Glas Wein auf der Explanada am Abend, während die Mosaik-Wellen im Kunstlicht schimmern. Die Fähre nach Tabarca und das Gefühl, für einen Tag auf einer anderen Zeitebene zu sein.

Was ich mitnehme: Diese Stadt funktioniert am besten im eigenen Rhythmus. Frühstück früh, Sightseeing vor Mittag, Siesta, und dann ab dem frühen Abend wieder aktiv. Wer das annimmt, merkt schnell: So wird das eine richtig gute Reise.

Würde ich wiederkommen? Ja – im Mai oder Oktober. Im Sommer zu heiß und zu voll für meinen Geschmack.


Häufige Fragen zu Alicante (FAQ)

Gibt es in Alicante eine Kurtaxe?

Nein. Alicante erhebt derzeit keine Tourismustaxe. Eine geplante regionale Abgabe wurde wieder aufgehoben. Du zahlst also keine zusätzliche Nächtigungssteuer (Stand: 21.07.2026).

Ist der Eintritt ins Castillo de Santa Bárbara kostenlos?

Ja, der Eintritt in die Burg ist kostenlos. Nur der Aufzug vom Playa del Postiguet kostet ca. 2,70 € – für Rentner mit Nachweis ist auch dieser kostenlos (geprüft am: 21.07.2026).

Wie komme ich von Alicante zur Insel Tabarca?

Mit der Fähre vom Hafen Alicante. Die Überfahrt dauert ca. 55–60 Minuten, das Hin- und Rückfahrticket kostet ca. 24 € pro Person. Im Sommer mehrere Abfahrten täglich, Rückkehr ab 16:00 Uhr (geprüft am: 21.07.2026).

Wann hat der Mercado Central geöffnet?

Montags bis samstags von 7:00 bis 15:00 Uhr, sonntags und feiertags geschlossen. Eintritt kostenlos (geprüft am: 21.07.2026).

Welche Wohnmobilstellplätze gibt es bei Alicante?

In El Campello (ca. 10 km nördlich): Camper Area Campello Beach ca. 14 €/Nacht, Camper Park Alicante ca. 16 €/Nacht – beide mit Strom, Wasser, Sanitär und WLAN (geprüft am: 21.07.2026).

Ist Alicante für Senioren mit eingeschränkter Mobilität geeignet?

Bedingt. Promenade und Strand sind gut zugänglich, der Burglift ist barrierefrei. Die engen Altstadtgassen mit Kopfsteinpflaster sind für Rollstühle und Rollatoren kaum geeignet.

Was ist die beste Reisezeit für Alicante?

April bis Juni und September bis Oktober – angenehme Temperaturen, weniger Betrieb, günstigere Preise. Juli und August sind heiß und stark frequentiert.

Strand-Tipp: Einen ausfuehrlichen Beitrag zu Playa del Postiguet, einem beliebten Strand bei Alicante, finden Sie hier auf der Seite.
Campingplatz-Tipp: Einen ausfuehrlichen Beitrag zu Camping Alicante Imperium, einem beliebten Campingplatz bei Alicante, finden Sie hier auf der Seite.

Stand: 21.07.2026. Hinweis: Reise-Angaben wie Kurtaxe, Preise, Öffnungszeiten und Veranstaltungstermine ändern sich laufend. Alle Werte sind Anhaltspunkte (Stand siehe Prüfdatum) und „ohne Gewähr“. Bitte prüfe vor der Reise selbst, ob Preise, Termine und Angebote noch aktuell sind. (Reise-Beitrag zu Alicante, redaktionell geprüfter Entwurf von Rentner unterwegs.)

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