Playa Granada bei Motril: Feiner Sand, Blaue Flagge und ein Strand, der weniger bekannt ist als er verdient
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Der Playa Granada Granada liegt in Motril an der Costa Tropical in Andalusien – ein knapp 1.450 Meter langer Sandstrand mit Blauer Flagge, barrierefreiem Zugang, einer Strandpromenade mit Chiringuitos und einem ruhigen Umfeld. Er ist deutlich weniger überlaufen als die Strände der benachbarten Costa del Sol und eignet sich gut für Senioren, die es lieber entspannt angehen.
Ich kenne den Playa Granada noch nicht aus eigener Anschauung, aber die Recherche zeichnet ein klares Bild: Dieser Strand ist kein Geheimtipp mehr – aber er ist auch noch lange kein Massentouristenort. Was ihn interessant macht: die Kombination aus Infrastruktur, Ruhe und der Möglichkeit, auch mit dem Wohnmobil in der Nähe zu übernachten.
Faktenbox: Playa Granada auf einen Blick
- Land: Spanien
- Region: Andalusien, Provinz Granada
- Ort: Motril, Costa Tropical
- Währung: Euro (€)
- Sprache: Spanisch
- Beste Reisezeit: April–Juni und September–Oktober (angenehme Temperaturen, weniger Betrieb)
- Tourismusabgabe: Keine – Andalusien erhebt stand 22.07.2026 keine Kurtaxe
- Strandtyp: Feiner, dunkler Sand
- Auszeichnung: Blaue Flagge der EU, Q-Siegel für Tourismusqualität
Wo liegt der Playa Granada – und wie sieht er wirklich aus?
Der Playa Granada liegt am westlichen Rand von Motril, der größten Stadt an der Costa Tropical. Er grenzt direkt an den Golfclub Los Moriscos – eine ungewöhnliche Nachbarschaft, die dem Strand seinen eigenen Charakter gibt: Im Hinterland keine mehrstöckigen Hotelblöcke, sondern Grünflächen, Anbauflächen und ein paar niedrige Wohngebäude.
Der Strand selbst ist laut offiziellen Angaben der Junta de Andalucía rund 1.450 Meter lang und etwa 20 Meter breit. Der Sand ist fein und dunkel – das ist typisch für die Costa Tropical. Wer hellen Karibik-Sand erwartet, wird überrascht sein. Wer aber einen natürlichen, sauberen Küstenstrand sucht, ist hier richtig.
Nach Norden hin eröffnet sich bei guter Sicht ein Blick auf die Sierra Nevada. Das ist tatsächlich ungewöhnlich: Schneebedeckte Berge im Hintergrund, das Mittelmeer im Vordergrund. Im Frühling ist das besonders beeindruckend.
Im Gegensatz zu manchen Stränden an der Costa del Sol ist das Wasser hier moderat bewegt. Die Wellen sind überschaubar, aber vorhanden – kein Badewasserfrieden. Wer ruhiges Wasser bevorzugt, sollte die Morgenstunden nutzen.
Wie komme ich zum Playa Granada – und wo parke ich?
Die Anfahrt funktioniert am einfachsten über die N-340, die Nationalstraße entlang der andalusischen Küste. Von der N-340 aus ist der Strand gut ausgeschildert. Wer aus der Stadt Granada kommt, fährt etwa 60–70 Kilometer südwärts – je nach Verkehr rund eine Stunde Fahrzeit.
Für alle, die mit dem Flugzeug anreisen: Der nächste Flughafen ist Granada-Jaén (GRX), etwa 90 Kilometer entfernt. Alternativ ist der Flughafen Málaga (AGP) deutlich größer und besser angebunden – von dort sind es rund 80 Kilometer entlang der Küste.
Parken: Am Strand stehen laut Recherchen mehr als 100 Parkplätze zur Verfügung – und selbst in der Hochsaison sind sie selten vollständig ausgelastet. Das ist ein echter Vorteil gegenüber anderen Küstenorten.
Wohnmobil-Hinweis: Ein ehemals geduldeter kostenloser Stellplatz direkt am Strand ist laut Berichten seit etwa 2024 für Wohnmobile gesperrt. Das freie Stehen auf dem asphaltierten Parkplatz ist nicht mehr möglich. Wer mit dem Wohnmobil kommt, sollte auf einen der nahegelegenen Campingplätze ausweichen – dazu unten mehr.
Mit dem Ortsbus aus Motril ist der Strand ebenfalls erreichbar – günstig und praktisch, wenn man kein Auto vor Ort hat.
Was erwartet mich am Strand selbst – Infrastruktur und Barrierefreiheit
Der Playa Granada ist offiziell als barrierefreier Strand ausgewiesen. Es gibt Zugangswege für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Dennoch gilt: Barrierefreiheit ist kein einheitlicher Standard, und wer auf einen Rollstuhl angewiesen ist, sollte vorab mit der Touristeninformation Motril (Tel. 958 825 481) Kontakt aufnehmen, um den aktuellen Zustand der Zugänge zu erfragen.
Ausstattung am Strand (geprüft am: 22.07.2026):
- Duschen vorhanden
- Toiletten vorhanden
- Sonnenschirm- und Liegestuhlverleih (Preise nicht zentral ausgewiesen – vor Ort nachfragen)
- Reinigungsdienst
- Rettungsdienst / Bademeister
- Sportgeräte- und Wassersportmaterialverleih
- Promenade entlang des gesamten Strandes
Die Promenade ist ein wichtiger Pluspunkt für Senioren: Man kann die gesamte Strandlänge bequem entlanggehen, ohne Sand betreten zu müssen. Das macht auch einen Morgendspaziergang deutlich angenehmer.
In unmittelbarer Strandnähe liegt außerdem der Hafen von Motril – bis dorthin sind es maximal zwei Kilometer. Ein Abendspaziergang entlang der Küste Richtung Hafen lohnt sich.
Was ist mit Cabo de São Vicente und dem Wind – ein Hinweis für Küstenreisende
Wer die iberische Halbinsel kennt und schon an anderen Küstenabschnitten war, weiß: Atlantik und Mittelmeer sind zwei verschiedene Welten. Am Cabo de São Vicente, dem südwestlichsten Punkt Portugals, war der kräftige Atlantikwind deutlich stärker, als ich erwartet hatte. Am Playa Granada hingegen – an der Mittelmeerküste – ist es in der Regel deutlich windstiller. Die Costa Tropical profitiert vom Schutz der Sierra Nevada im Rücken, was das Klima hier milder und ausgeglichener macht als an der Atlantikküste. Für Senioren, die Wind und Seegang lieber meiden, ist das ein echter Vorteil.
Der subtropische Mikroklima der Costa Tropical ist in Spanien einzigartig: Die Region ist eine der wenigen in Europa, in der tropische Früchte wie Chirimoyas, Avocados und Mangos gedeihen. Das merkt man auch auf dem lokalen Markt in Motril.
Wohnmobil-Optionen: Camping direkt am Playa Granada
Wer mit dem Wohnmobil kommt, hat zwei solide Optionen in direkter Strandnähe:
Camping Playa de Poniente
Dieser Campingplatz liegt direkt gegenüber dem Strand – manche Bewertungen sagen: man hört das Meer. Die Anlage hat Pool, Sanitäranlagen, Strom (6–10 Ampere), Ver- und Entsorgungsstation. Erfahrungsberichte beschreiben die Wege auf dem Platz als eng, mit Bäumen und Hindernissen in den Kreuzungsbereichen. Wohnmobile über 7,5 Meter sollten das vorab prüfen. Der Platz ist ACSI-gelistet.
Preise: ca. 21–31 € pro Nacht inklusive Strom – je nach Saison und Belegung (geprüft am: 22.07.2026). Buchung im Sommer empfohlen.
Camping Playa Granada
Ein kleinerer Campingplatz ebenfalls in Strandnähe, der Strand ist laut Gästebewertungen zu Fuß in rund 100 Metern erreichbar. Bewertungen nennen ihn „einfach aber sauber“ – mit Brötchenservice und freundlichem Empfang. Auch hier sind tiefhängende Äste ein Thema, das Einparken mit großen Fahrzeugen braucht Geduld. Der Bus hält direkt vor der Tür.
Preise: ca. 21–35 € pro Nacht inklusive Strom (je nach Saison, geprüft am: 22.07.2026). Ob die ACSI-Karte akzeptiert wird, variiert – vorab anfragen.
Wer ähnliche Küsten-Camping-Erfahrungen in Spanien sucht, findet im Beitrag über den Playa Honda am Mar Menor einen weiteren ruhigen Strand mit gutem Wohnmobilumfeld – etwas weiter nördlich an der Küste.
Gastronomie am Playa Granada: Was ist wirklich empfehlenswert?
Entlang der Promenade reihen sich zahlreiche Chiringuitos auf – das sind die typischen spanischen Strandrestaurants, oft mit einfachen Tischen im Sand oder auf Holzterrassen. Die Küche fokussiert sich auf frischen Fisch und Meeresfrüchte aus der Region.
Chiringuito El Espeto
Eines der bekanntesten Lokale in unmittelbarer Nähe des Playa Granada. Der Name sagt es: Espetos – frisch gegrillte Sardinen auf dem Spieß – sind die Spezialität. Dazu kommen Mariscos (Meeresfrüchte, meist frittiert) und Arroces (Reisgerichte). Wer frischen Fisch direkt am Strand essen will, ist hier richtig.
Preis pro Person: ca. 20–30 € (geprüft am: 22.07.2026). Die Bewertungen sind gemischt – Atmosphäre und Fisch werden gelobt, Portionsgrößen und Preise manchmal kritisiert. Wer viel Hunger mitbringt, sollte das im Hinterkopf behalten.
Bambú Beach
Dieses Lokal liegt an der Playa de Poniente, also fußläufig vom Playa Granada entfernt. Beschrieben als ruhiger Ort mit Meerblick, innen und auf einer überdachten Außenterrasse. Frische Zubereitung, freundlicher Service. Besonders erwähnt: Gazpacho, Fritura mixta (gemischter Frittierter Fisch), Calamari. Die Preise sind etwas höher – aber die Lage und Qualität machen das nach Meinung vieler Besucher wett.
Preis pro Person: ca. 20–35 € (geprüft am: 22.07.2026).
Estrella del Mar
Ein weiteres Restaurant in Strandnähe mit Meerterrasse und familiärer Atmosphäre. Frischer Fisch, gute Qualität, entspannte Bedienung. Telefonisch erreichbar unter 958 602 570. Für alle, die lieber reservieren, bevor sie hinfahren, ist das ein guter erster Schritt.
Wer noch einen Schritt weitergehen und ein Abendessen in gehobenerer Atmosphäre ausprobieren möchte: Das Espacio Ime im Stadtzentrum von Motril (Calle Francisco Díaz Cardona, 2) gilt als kreativste Adresse der Region – Chef Iván Mateo kocht mit lokalen Früchten, Gemüse und frischem Fisch vom Markt. Für einen Abend mit Niveau eine lohnende Option.
Ausflüge von Motril aus: Was lohnt sich noch?
Der Playa Granada ist ein hervorragender Ausgangspunkt für Tagesausflüge. Hier ein schneller Überblick:
- Stadt Granada / Alhambra: ca. 65 km nordwärts, rund 60–70 Minuten mit dem Auto. Für alle, die noch nie die Alhambra gesehen haben: unbedingt. Tickets sollten weit im Voraus gebucht werden.
- Salobreña: ca. 15 km westlich. Ein weißes Dorf auf einem Felsen mit Maurenburg – gut zu Fuß erkundbar, überschaubar, ruhig.
- Almuñécar: ca. 25 km westlich. Größerer Küstenort mit Stränden, Altstadt und einem Aquädukt aus Römerzeit.
- Nerja (Málaga-Seite): ca. 50 km westlich. Pueblo Blanco am Meer, mit den berühmten Nerja-Höhlen in der Nähe.
- Alpujarras (Sierra Nevada Südseite): Bergdörfer in den Ausläufern der Sierra Nevada – für alle, die auch mal Kühle und Landschaft suchen. Ein Halbtagesausflug ist gut möglich.
Wer danach noch weiter nach Osten fahren möchte: Der Beitrag über Murcia abseits des Massentourismus zeigt, was Spaniens sonniger Südosten noch zu bieten hat.
Und wer eher Richtung Norden plant – etwa auf dem Weg nach Gibraltar: Dort an der Südspitze Europas wartet ein völlig anderes Erlebnis. Mehr dazu im Beitrag über Gibraltar: Der Fels am Ende Europas.
Ehrliche Einschätzung: Für wen passt der Playa Granada?
Der Playa Granada ist kein Erlebnisstand mit Wasserrutschen und Partyatmosphäre. Er ist auch kein versteckter Geheimtipp – er hat eine Blaue Flagge, eine Promenade und Chiringuitos. Aber er ist ruhiger, naturnaher und weniger verbaut als viele Strände der Costa del Sol.
Besonders gut geeignet für:
- Senioren, die einen überschaubaren, barrierefreien Strand mit guter Infrastruktur suchen
- Wohnmobilreisende, die gerne auf einem nahe gelegenen Campingplatz stehen und den Strand zu Fuß erreichen
- Paare, die Ruhe und frischen Fisch dem Trubel vorziehen
- Autofahrer, die von der Costa del Sol aus weiterreisen und einen schönen Tagesstopp einplanen wollen
Weniger ideal für:
- Wer hellen, feinen karibischen Sand erwartet – der Sand hier ist dunkel
- Wer große Wellen zum Surfen sucht
- Familien mit Kleinkindern, die viele Unterhaltungsangebote brauchen
Würde ich wiederkommen? Wenn ich sowieso an der Costa Tropical entlangfahre – auf jeden Fall. Als alleiniges Reiseziel für mehrere Wochen vielleicht nicht. Aber als Basiscamp für Ausflüge in die Alpujarras, nach Salobreña oder hoch zur Alhambra: sehr wohl.
Praktische Reiseinfo auf einen Blick
Anreise mit dem Auto
Von Málaga aus: A-7 / N-340 Richtung Almería, Abfahrt Motril, dann den Schildern zum Playa Granada folgen. Fahrzeit ca. 80 Minuten. Keine Maut auf dieser Strecke. Tankstellen entlang der N-340 vorhanden.
Von Granada Stadt: A-44 Richtung Motril, dann N-340 Richtung Westen bis zum Playa Granada. Fahrzeit ca. 60–70 Minuten. Die Bergstrecke über die A-44 ist gut ausgebaut, aber kurvenreich – Wohnmobile sollten etwas mehr Zeit einplanen.
Anreise mit dem Flugzeug
Flughafen Málaga (AGP) ist der größte und günstigste Einstiegspunkt. Von dort mit dem Mietwagen ca. 80 km Richtung Almería. Alternativ Flughafen Granada-Jaén (GRX) – kleiner, weniger Verbindungen, aber näher dran.
Verkehrssicherheit
Die N-340 entlang der Küste ist grundsätzlich gut ausgebaut. Enge Passagen gibt es eher in den kleinen Ortschaften dazwischen. Tempolimit auf der Nationalstraße in der Regel 90 km/h, in Ortschaften 50 km/h. Spanien hat strenge Geschwindigkeitskontrollen – Bußgelder sind empfindlich.
Tourismusabgabe
Andalusien erhebt Stand 22.07.2026 keine Tourismusabgabe (Kurtaxe). Diese gilt in Spanien derzeit nur auf den Balearen und in Katalonien. Ob Andalusien zukünftig eine einführt, ist politisch diskutiert – vorab kurz informieren.
Häufige Fragen zum Playa Granada Granada
Wo genau liegt der Playa Granada?
In Motril, Provinz Granada, an der Costa Tropical in Andalusien – westlich des Hafens, neben dem Golfclub Los Moriscos.
Hat der Strand eine Blaue Flagge?
Ja. Der Playa Granada ist regelmäßig mit der Europäischen Blauen Flagge ausgezeichnet und trägt auch das spanische Q-Siegel für Tourismusqualität.
Kann ich mit dem Wohnmobil direkt am Strand stehen?
Das kostenlose freie Stehen ist laut neueren Berichten seit ca. 2024 gesperrt. Empfehlung: Camping Playa de Poniente oder Camping Playa Granada nutzen – beide in direkter Strandnähe, ca. 21–35 € pro Nacht inklusive Strom (geprüft am: 22.07.2026).
Ist der Strand barrierefrei?
Offiziell ja – mit Zugangswegen für Rollstuhlfahrer. Vorab bei der Touristeninformation Motril (Tel. 958 825 481) nachfragen, um den aktuellen Zustand zu erfragen.
Gibt es Duschen und Toiletten?
Ja. Außerdem Liegestuhl- und Sonnenschirmverleih, Reinigungsdienst und Rettungsdienst.
Welche Restaurants gibt es direkt am Strand?
Mehrere Chiringuitos entlang der Promenade: Chiringuito El Espeto, Bambú Beach, Estrella del Mar. Alle spezialisiert auf frischen Fisch und Meeresfrüchte. Preise ca. 20–35 € pro Person (geprüft am: 22.07.2026).
Gibt es eine Tourismusabgabe in Andalusien?
Stand 22.07.2026: Nein. Andalusien erhebt keine Kurtaxe.
Wann ist die beste Reisezeit?
April bis Juni und September bis Oktober – angenehme Temperaturen, weniger Betrieb. Im Juli und August ist es heiß und voller, aber auch zu dieser Zeit noch deutlich ruhiger als an der Costa del Sol.
Lohnt sich ein Ausflug zur Alhambra in Granada?
Definitiv – aber Tickets unbedingt lange im Voraus buchen. Die Fahrt von Motril dauert ca. 60–70 Minuten mit dem Auto.
Ist der Sand hell oder dunkel?
Der Sand ist fein und dunkel – das ist typisch für die Costa Tropical und unterscheidet sich deutlich von Stränden mit hellem Sand.
Stand: 22.07.2026. Hinweis: Reise-Angaben wie Kurtaxe, Preise, Öffnungszeiten und Veranstaltungstermine ändern sich laufend. Alle Werte sind Anhaltspunkte (Stand siehe Prüfdatum) und „ohne Gewähr“. Bitte prüfe vor der Reise selbst, ob Preise, Termine und Angebote noch aktuell sind. (Reise-Beitrag zu Playa Granada, redaktionell geprüfter Entwurf von Rentner unterwegs.)

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